17.10.2014, 13:33 Uhr

Professionelles Behältermanagement in Österreich

Moderne Betriebe in Österreich und in den meisten Ländern der Welt müssen heute in einem globalisierten Wettbewerb bestehen. Vielfach müssen dabei Güter aller Art zwischen verschiedenen Orten hin und her transportiert werden. Dabei muss auch die Lieferkette wirtschaftlichen Prinzipien genügen.
Häufig investierten Firmen unnötig viel Geld und Personal in die Aufrechterhaltung ihrer Supply Chain. Die zb. aus Grettstadt (Deutschland) stammende Firma sprintBOX unterstützt in Zukunft an ihrem 2014 eröffneten Standort in Hallein (nahe Salzburg) Unternehmen durch professionelles Behältermanagement. Was versteht man darunter und welche Vorteile bietet es für Lieferketten österreichischer Firmen?

Drehkreuz Hallein

Nahe der Grenze zu unserem nördlichen Nachbarn und etwa 15 Kilometer vom größeren Salzburg entfernt liegt Hallein. Die seit Jahrhunderten durch den Salzabbau bekannte Kleinstadt wurde aufgrund ihrer Lage zu einem neuen Hub (= Drehkreuz) gemacht.
Seit Mitte des Jahres werden dort sogenannte Kleinladungsträger (KLT) umgeschlagen, verteilt und gereinigt. Das Spin-Off der Schäflein AG aus Grettstadt in Bayern übernimmt für österreichische Betriebe aller transportintensiven Branchen das Pooling (= Zusammenführen der Behälter) und die Vermietung in Hallein. Die Rückgabe der KLT ist hingegen nicht nur dort möglich, sondern an allen Depotstandorten.

In Deutschland sind bereits 20 Drehkreuze eingerichtet, in anderen europäischen Ländern 10 Depotstandorte. Darüber hinaus plant der bayrische Logistikdienstleister noch weitere in Österreich, um die Lenkung und Organisation der Behälterströme zwischen den beiden deutschsprachigen Staaten zu verbessern und auszubauen.

Was ist Behältermanagement?

Eine Supply Chain umfasst alles, was mit dem Transport von Gütern, Waren oder Produkten zu tun hat. In der Regel gibt es einen Standort, an dem Rohstoffe gefördert werden. Diese werden von dort zumeist in die weiterverarbeitende Firma gebracht. Zuletzt werden sie an den Endverbraucher oder den Großhandel geliefert. Abhängig vom Transportgut werden dabei Kisten, Kartons, Container, Paletten, Kühlboxen oder andere befüllbare Ladungsträger verwendet.

Diese werden entweder im Rahmen der drei genannten Zwischenstopps gereinigt, repariert und gelagert oder es gibt dafür, eigens eingerichtete Depotstandorte. Wichtig war und ist es beim Behältermanagement, eine gute Organisation und Abstimmung zwischen allen Teilnehmern der Supply Chain zu erreichen, auf Marktschwankungen adäquat und flexibel reagieren zu können sowie die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden in jeder Hinsicht zufriedenzustellen.

Welche Vorteile haben österreichische Firmen?


Als mitten in Europa gelegenes Land fungiert die Alpenrepublik Österreich als Drehscheibe zwischen Skandinavien und den mediterranen Ländern sowie den ehemaligen Ostblockstaaten und Westeuropa gleichermaßen. Diese zentrale Lage bietet transportintensiven Firmen von Vornherein relativ gute Entwicklungsmöglichkeiten.

Wenn sie das heute IT-gestützte, moderne Behältermanagement nutzen, können sie insgesamt viele Kosten sowie Personal einsparen. Durch Funketiketten werden Standort und Status der Ladungsträger ständig überwacht. Dadurch wird der Schwund an Behältern deutlich vermindert. Dies hat zur Folge, dass weniger KLT produziert werden müssen, was nicht nur Aufwendungen verringert, sondern auch der Umwelt zu Gute kommt.

Es wird auch weniger Personal für die verwaltenden Aufgaben benötigt, die an die Logistikdienstleister und deren speziell auf die Firma zurechtgeschnittene Software ausgelagert werden. Durch die ständige Verfügbarkeit der Behälter können Unternehmen mit deutlich geringeren Mietkosten (beispielsweise für Lagerräume) rechnen. Außerdem können sie flexibel auf Trends ihrer Branche reagieren und durch den Zugriff auf die Software ist eine bessere Abstimmung zwischen allen Partizipanten der Supply Chain, aber auch auf allen zuständigen Firmenebenen möglich.
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