Jubilar Alois Luisser: "Meine Kanzel ist jetzt der Schreibtisch"

Monsignore Alois Luisser in seinem Heim: Den Blumenstrauß, über den er sich sehr freute, schenkte ihm eine Nachbarin.
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  • Monsignore Alois Luisser in seinem Heim: Den Blumenstrauß, über den er sich sehr freute, schenkte ihm eine Nachbarin.
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Er fuhr mit Jugendlichen per Bahn in die Disco nach Graz. Er war der erste, der die Ohrenbeichte teilweise durch Bußandachten ersetzte. Kurzum, der junge Kaplan Alois Luisser aus Hagensdorf brachte seinerzeit frischen Wind in die Pfarre Jennersdorf, was der kirchlichen Obrigkeit nicht immer behagte.

Bei einem Besuch erzählt der pensionierte Priester über sein Leben, seine Anfangsschwierigkeiten und von Mutter Teresa, die ihm zwar großes Vorbild sei, mit der er aber dennoch nicht ständig assoziiert werden wolle, so Luisser wörtlich.

Kontakt mit Mutter Teresa

"Die Hinwendung zu Mutter Teresa entstand eigentlich aus einer Frustration heraus", erinnert er sich. "Ihre selbstlose Art, ihre Güte und ihre faszinierende Natürlichkeit begeisterten mich." Als Mutter Teresa in Zagreb zu Besuch war, fuhr er hin und bat sie um ein Gespräch. "Sie war gern bereit und nahm sich ausreichend Zeit."

Im Laufe der Jahre entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit Ordensniederlassungen der "Missionarinnen der Nächstenliebe" in umliegenden Ländern. Durch Briefkontakte, Telefonate und Begegnungen mit Mutter Teresa wurde aus dem Bewunderer ein Freund und Mitarbeiter der Ordensgründerin.

Grundstein fürs Altenheim

Am 20. Oktober 1982 erfüllte sich ein großer Wunsch Luissers: Mutter Teresa besuchte Jennersdorf. Damals sagte sie zu ihm: "Dein Kalkutta ist Jennersdorf. Mach etwas für die Kranken und Alten hier."

Es dauerte noch einige Jahre, bis die Planung für ein Altenwohnheim beginnen konnte. Das Einzige, das anfangs existierte, war eine kleine Gebetsgruppe. Zehn Jahre später wurde das Mutter-Teresa-Haus in Jennersdorf eröffnet.

Heute sitzt Monsignore an seinem Wohnzimmertisch und studiert Briefe. "Der Schreibtisch ist nun meine Kanzel." Täglich erreichen ihn unzählige Schreiben, indem er von Gläubigen um Rat und Hilfe gebeten wird. Er beantwortet sie alle.

Weitere Berichte unter meinbezirk.at/bgld/jubilare

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