22.09.2014, 14:00 Uhr

Wirtschaft will Entlastung bei Steuern und Bürokratie

Bilanz nach einer Besuchstour durch 200 Betriebe zogen namens der Wirtschaftskammer Peter Nemeth (rechts) und Reinhard Deutsch. (Foto: WKÖ)

Kammermitarbeiter besuchten 200 Betriebe im Bezirk Jennersdorf

Die steigende Steuer- und Abgabenbelastung und die Auflagenflut der Bürokratie - mit diesen Problemen haben die Wirtschaftstreibenden des Bezirks Jennersdorf am meisten zu kämpfen. Diese Bilanz zog Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth nach einer Betriebs-Tour, bei der Kammermitarbeiter rund 200 Unternehmen im Bezirk besucht hatten.

"Überbordende Bürokratie hält uns von unserer Arbeit fern und kostet uns viel Geld", so Nemeth bei einem Unternehmertreff in Windisch Minihof.

Unlautere Nachbarkonkurrenz

"Dem Bau- und Baunebengewerbe macht auch unlautere Konkurrenz aus Ungarn und Slowenien zu schaffen", fügte Kammer-Bezirksleiter Reinhard Deutsch hinzu. Er fordert ebenso wie Nemeth eine Ausweitung der Kontrollen ausländischer Betriebe durch die Finanzpolizei.

Der Gastronomie seien auch etliche Veranstaltungen von Vereinen und anderen Institutionen ein Dorn im Auge. "Vieles findet unter dem Deckmäntelchen der Gemeinnützigkeit statt, obwohl diese gar nicht vorliegt", kritisierte Nemeth.

Auch Selbstständige entlasten

Für die kommende Steuerreform forderte er eine Entlastung der Einkommen auch von Selbstständigen. "Der kleine Trafikant oder Tankstellenbesitzer sollte genauso entlastet werden wie die Arbeitnehmer."

Erneut bekräftigte Nemeth seine Ablehnung einer Vermögensbesteuerung. "Dass angeblich zwei Millionen Euro aus einer Millionärssteuer zu lukrieren sind, ist Schwachsinn. Mehr als 600 Millionen Euro sind hier nicht drin. Alles, was darüber hinausgeht, wäre zu Lasten des Mittelstandes", warnte Nemeth.
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