Kärntner Polizei deckt auf
Häftling (21) steckte hinter Bombendrohungen

Der 21-Jährige wird in zwei Fällen des Missbrauchs von Notzeichen und in drei Fällen der schweren Nötigung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt (Symbolfoto) | Foto: Bernhard Knaus
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  • Der 21-Jährige wird in zwei Fällen des Missbrauchs von Notzeichen und in drei Fällen der schweren Nötigung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt (Symbolfoto)
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Monatelang hielten Bombendrohungen und eine Swatting-Attacke die Polizei auf Trab: Nun konnte der Täter ausgeforscht werden. Ein 21-jähriger Häftling der Justizanstalt Rottenstein hatte die Einsätze gezielt ausgelöst, um seinem "eintönigen Haftalltag zu entkommen".  Er wird nun wegen Missbrauchs von Notzeichen und schwerer Nötigung angezeigt. Zusätzlich muss er die Kosten der Polizeieinsätze übernehmen.

KÄRNTEN. Im Zuge einer dienststellenübergreifenden und intensiven Ermittlungsarbeit ist es den Kriminalbeamten des Landesamtes für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Kärnten (LSE) gelungen, eine Serie von Bombendrohungen per E-Mail, sowie eine Swatting-Attacke erfolgreich aufzuklären.

Zahlreiche Bombendrohungen

Die Drohungen wurden zwischen Mitte August 2024 und Ende Januar 2025 in unregelmäßigen Abständen an diverse polizeiliche E-Mail-Adressen gesendet. Im Zusammenhang mit den Bombendrohungen gegen die Justizanstalt Außenstelle Rottenstein wurde jeweils ein umfassender polizeilicher Einsatz in Gang gesetzt. Sprengstoffkundige Organe, Diensthundeführer mit Sprengstoffhunden und weitere Kolleginnen und Kollegen mussten die gesamten Räumlichkeiten der Justizanstalt Außenstelle Rottenstein durchsuchen.

Wollte Tiere und sich selbst töten

Beim "Swatting" gab sich der Beschuldigte als eine andere Person aus und behauptete, seinen Mitbewohner, seine Tiere und letztlich sich selbst zu töten. Er habe zudem auch noch eine Bombe in seiner Wohnung platziert. Zusätzlich forderte er von der Polizei einen Geldbetrag.

Aufwendiger Großeinsatz

Auch in diesem Fall wurden umfangreiche polizeiliche Sofortmaßnahmen eingeleitet und das EKO Cobra, die schnelle Interventionsgruppe (SIG), die polizeiliche Verhandlungsgruppe, Diensthundeführer mit Hunden und sprengstoffkundige Organe zur genannten Adresse entsandt. Nach dem Aufbrechen einer Eingangstüre hat sich letztlich herausgestellt, dass es sich bei dieser Anzeige um "Swatting" gehandelt haben muss.

Täter ausgeforscht

Nach akribischer Ermittlungsarbeit gelang es dem LSE einen 21-jährigen Häftling der Justizanstalt Außenstelle Rottenstein als Täter auszuforschen. Der Beschuldigte befand sich zum Zeitpunkt der Taten dort in Haft. Den Ermittlerinnen und Ermittler des LSE gelang es eine Verbindung zwischen den einzelnen Vorfällen herzustellen und den Täter auszuforschen. Der Beschuldigte hat die Taten mittlerweile gestanden und befindet sich derzeit in der Justizanstalt Klagenfurt.

"Wollte Aufmerksamkeit"

Laut eigenen Aussagen wollte der Beschuldigte durch die ausgelösten Polizeieinsätze Aufmerksamkeit in seinem monotonen Haftalltag erlangen. Er betonte jedoch, dass er nicht die Absicht gehabt habe, Personen zu gefährden oder zu bedrohen.

Kosten für Einsätze verrechnet

Der 21-Jährige wird in zwei Fällen des Missbrauchs von Notzeichen und in drei Fällen der schweren Nötigung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt. Zudem werden ihm die Kosten für die Einsätze vorgeschrieben.

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Der 21-Jährige wird in zwei Fällen des Missbrauchs von Notzeichen und in drei Fällen der schweren Nötigung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt (Symbolfoto) | Foto: Bernhard Knaus
Zudem werden ihm die Kosten für die Einsätze vorgeschrieben (Symbolfoto) | Foto: Bernhard Knaus
Der Täter betonte, dass er nie die Absicht gehabt habe, Personen zu gefährden oder zu bedrohen (Symbolfoto) | Foto: Bernhard Knaus

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