Boni, Prävention und Co.
Überblick zu beschlossenen Förderungspaketen in Kärnten
- In der Regierungssitzung wurden mehrere Fördermaßnahmen und Beschlüsse für die Bereiche Soziales, Energie, Regionalförderung und Infrastruktur beschlossen.
- Foto: Büro LR Reichmann_Büro LR Schuschnig
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Von einer Aufstockung des Nahversorgerbonus um 200.000 Euro über mehr Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenslagen bis hin zu Investitionen in Energie und Infrastruktur: In Kärnten wurden zahlreiche Förderbeschlüsse gefasst. Hier ein Überblick.
KÄRNTEN. In der Regierungssitzung am heutigen Dienstag, den 2. Juni, wurden zahlreiche Förderungen beschlossen. Dazu zählen die Erhöhung der Förderung für den Kärntner Soziallotsen "wohin?", Einsparungen bei der Kinder- und Jugenderholaktion, die Aufstockung des Nahversorgerbonus sowie eine Förderung für den Ausbau des biogenen Abwärmenetzes in Radenthein und Döbriach.
Prävention schützt Kinder
Präventionsangebote in der Kinder- und Jugendhilfe helfen, so Kinder- und Jugendschutzreferent Landesrat Peter Reichman, "frühzeitig, bevor Probleme eskalieren". Vor diesem Hintergrund wird die Förderung des Kärntner Soziallotsen "wohin?" auf rund 540.000 Euro erhöht. Das entspricht einer Steigerung von 100.000 Euro gegenüber dem Vorjahr. Seit rund fünf Jahren wird das Angebot im Rahmen der Initiative "Kein Kind zurücklassen" kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile steht "wohin?" allen Kärntnerinnen und Kärntnern offen und unterstützt Menschen in unterschiedlichsten psychosozialen Belastungssituationen.
- LR Reichmann mit "wohin?"-Verantwortlicher Stephanie Venier.
- Foto: Büro LR Reichmann
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Förderung um 100.000 Euro reduziert
Gleichzeitig zeigt ein weiterer Regierungsbeschluss, dass intelligente Einsparungen in der Kinder- und Jugendhilfe möglich sind, ohne die Qualität der Angebote zu gefährden. Die Kinder- und Jugenderholaktion wird heuer mit rund 372.000 Euro finanziert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Reduktion um knapp 100.000 Euro. Die Durchführung dieser Aktion übernimmt weiterhin die AVS Kärnten. Die Plätze werden wie bisher ausschließlich über die Jugendämter der Bezirksverwaltungsbehörden vergeben. In diesem Jahr sind Aufenthalte in Heiligenblut, Cap Wörth und Ankaran vorgesehen. Die Anzahl und Dauer der Turnusse wurden an den aktuellen Bedarf angepasst.
Energieförderung für Gemeinden
Des Weiteren geht der kommunale Energieeffizienzbonus in die nächste Runde: Für das heurige Jahr stehen dafür insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung.
"Wir haben den Energieeffizienzbonus im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, um der kommunalen Energie- und Mobilitätswende zusätzlichen Schwung zu verleihen. Mit der Förderung schaffen wir wertvolle Investitionsanreize und sorgen in Zeiten knapper Gemeindebudgets für spürbare Entlastung", sagt Energielandesrat Sebastian Schuschnig.
First-come-first-served-Prinzip
Bereits im ersten Jahr konnten 55 Gemeinden von der Förderung profitieren. Das Budget musste damals gleich wenige Monate nach Start der Aktion nachdotiert werden. Die Förderung erfolgt in Form einer einmaligen Auszahlung von bis zu 90 Prozent der anerkennbaren Kosten und maximal 7.500 Euro pro Gemeinde und Kalenderjahr. Bis 31. Dezember dieses Jahres können Gemeinden ihre Projekte nach dem First-come-first-served-Prinzip einreichen.
Nahversorgerbonus aufgestockt
Auch für den vor sechs Jahren ins Leben gerufenen Nahversorgerbonus - eine referatsübergreifende Regionalitäts- und Entlastungsinitiative für kleine Nahversorgerbetriebe - standen heuer wieder 400.000 Euro bereit. Rund 100 Nahversorger, Bäcker und Fleischer haben bereits um die Unterstützung durch den Regionalitäts- und Entlastungsbonus angesucht und damit den Fördertopf bereits im Mai schon voll ausgeschöpft.
"Die Zahlen sprechen für sich und zeigen die hohe Relevanz dieser Unterstützungsmaßnahme. Umso mehr freut es uns, dass wir den Nahversorgerbonus nun um weitere 200.000 Euro aufstocken können", so Schuschnig.
- LHStv. Martin Gruber, LR Sebastian Schuschnig
- Foto: Büro LR Schuschnig
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Neuer Schwerpunkt in Förderaktion
In Zukunft kann der Nahversorgerbonus auch für Neugründungen und Betriebsübernahmen angesucht werden. Jeder Betrieb kann in Summe mit 6.000 Euro unterstützt werden. Davon sind 4.000 Euro in Form eines Entlastungsbonus, um zum Beispiel Fixkosten oder Personalkosten zu decken oder kleinere Investitionen im Betrieb zu finanzieren. Zudem erhalten Nahversorger, die eine gewisse Anzahl an regionalen Produkten ins Sortiment aufnehmen, 2.000 Euro als "Regionalitätsbonus" in Form von gezielten Marketingleistungen des Genusslands Kärnten. Die Abwicklung des Regionalitätsbonus erfolgt weiterhin über das Genussland Kärnten, der Entlastungsbonus wird über die Wirtschaftskammer Kärnten abgewickelt.
4,42 Millionen für Fernwärmenetz
Zudem wurde eine Förderung von rund 530.000 Euro für das biogene Abwärmenetz in Radenthein und Döbriach genehmigt. Vom Heizwerkstandort in Radenthein werden dabei die Ortschaften Radenthein, Döbrich und Erdmannsiedlung mit regionaler Fernwärme versorgt. Durch den Ausbau werden 93 neue Fernwärmeabnehmer mit rund 3.600 kW (Kilowatt) Gesamtanschlussleistung an das Netz angeschlossen. Dadurch sollen jährlich rund 1.400 Tonnen CO2 eingespart werden. Die Gesamtinvestition beträgt rund 4,42 Millionen Euro, Bund und Land tragen gemeinsam 30 Prozent der Kosten.
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