WWF
Wölfe halten sich nicht an Zonen

Wölfe halten sich nicht an imaginäre Grenzen

Die jüngsten Verdachtsfälle von Wolfsattacken sorgen neuerlich für Uneinigkeit zwischen der Landwirtschaftskammer Kärnten und der Umweltschutzorganisation WWF.

KÄRNTEN. In Mallnitz und Großkirchheim (mehr dazu) kam es zu zwei möglichen Wolfsattacken. Vor diesem Hintergrund fordert die LK Kärnten nicht nur rasche Aufklärung, ob es sich tatsächlich um Wolfsattacken handelte. Vielmehr erneuert LK-Präsident Johann Mößler seine Forderung nach einem "wolfsfreien Alpenraum".
Der WWF hingegen bezeichnet wolfsfreie Zonen jedoch als praktisch und rechtlich unmöglich. Wilde Tiere hielten sich nunmal nicht an willkürlich gesetzte Grenzen, erklärt Wolfsexperte und WWF-Biologe Christian Pichler.

Umgang mit dem Wolf

Beim Thema Wolf stehen sich Landwirtschaft und Tierschutz gegenüber. Mößler spricht sich etwa für die Senkung des Schutzstatus des Wolfes aus, da er in ihm keine vom Aussterben bedrohte Tierart sieht. Immerhin gäbe es europaweit geschätzt 20.000 Tiere und vor allem in Süd- und Osteuropa größere Populationen.
Der WWF hingegen verweist auf eine Studie der Universität für Bodenkultur Wien. Laut dieser Studie sind die effektivste Schutzmaßnahme gegen Wolfsrisse Herdenschutzmaßnahmen. Diese müssten daher oberste Priorität haben. 

Abschüsse kaum möglich

Der Abschuss von Wölfen ist für Mößler kein Tabu-Thema. Für ihn ist klar, wenn sich Wölfe den Bauernhöfen nähern, besteht Gefahr für Nutztiere und Menschen. Anders sieht das der WWF und bezieht sich auf Aussagen des Europäischen Gerichtshofes.
In einem aktuellen Urteil bekräftige er, dass der Abschuss von Wölfen ohne konkreten Anlass nicht möglich ist. Zudem stellte der zuständige EU-Umweltkommissar klar, dass wolfsfreie Zonen eindeutig dem EU-Naturschutzrecht widersprechen.

Rückgang Almwirtschaft

Das der Wolf der Grund für den Rückgang der Almwirtschaft ist, hält der WWF für falsch. Vielmehr findet man die Gründe dafür in den betriebs- und förderstrukturellen Rahmenbedingungen für die Landwirte.
Hinzu kommen der große Aufwand beim Almauftrieb und die Möglichkeit, geeignete Flächen im Tal zu pachten. Zudem machen Nutztiere gerade einmal ein Prozent der Nahrung von Wölfen aus, etwa dann, wenn Schafe ungeschützt auf einer Weide stehen. 
Laut Christian Pichler müsse man den Wölfen vermitteln, dass Nutztiere aufgrund von Herdenschutz nur durch erhöhten Aufwand erbeutet werden können. Denn von ihrer natürlichen Nahrung, wie Hirsche, Rehe und Wildschweine, gibt es in Österreich mehr als in anderen europäischen Ländern.

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