Corona
Was läuft, wenn nichts läuft

Stefanie Meiseleder mit dem musikalischen Nachwuchs.
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  • Stefanie Meiseleder mit dem musikalischen Nachwuchs.
  • Foto: MV Wartberg
  • hochgeladen von Franz Staudinger

Viele Vereine im Bezirk Kirchdorf sind trotz Ausgangsbeschränkungen aktiv und kreativ.

BEZIRK KIRCHDORF (sta). Durch die Corona-Krise wird nahezu alles lahmgelegt – auch der Betrieb in den mehr als 820 eingetragenen Vereinen im Bezirk Kirchdorf ist nahezu eingestellt. Viele Menschen verbringen ihre Freizeit in den 22 Musikkapellen des Bezirkes. Bezirksobfrau Stefanie Meiseleder aus Wartberg/Krems dazu: "Unsere Mitglieder sind auch in dieser Krise sehr einfallsreich. Selbst wenn derzeit keine Proben stattfinden, gibt es einen regen Austausch über die verschiedenen Social-Media-Kanäle. Das fängt bei gemeinsamen virtuellen Proben an und geht bis hin zu tollen Malwettbewerben für Kinder. Musik ist gut für die Seele, darum wünsche ich mir, dass fleißig weitergeübt wird. Ich bin stolz auf unsere Musikvereine. Unsere Musiker sind aktiv und pflegen auch in schwierigen Zeiten den sozialen Umgang. Die Kameradschaft ist super, das ist für mich sehr schön zu sehen. Derzeit stehen nirgends Neuwahlen des Vorstandes an, lediglich ein Verein hat seine Jahreshauptversammlung absagen müssen."

Kreativ ist auch der Musikverein St. Pankraz. Obmann Stefan Bankler und seine Kinder nützten die probenfreie Zeit und musizieren gemeinsam zu Hause.

"Zusammenhalt ist groß"

Das Corona-Virus bringt auch den Sport durcheinander. Der Spielbetrieb in Oberösterreichs Fußballligen ist eingestellt. Die Pettenbacher Kicker halten sich derzeit zu Hause fit. Die Spieler absolvieren dreimal pro Woche einen Lauf und zusätzlich noch Kräftigungseinheiten. "Das geschieht auf Vertrauensbasis. Bei Spielern, die in der Landesliga spielen, sollte man davon ausgehen, dass das eingehalten wird", so Trainer Rainer Kührer, der die freien Abende und Wochenenden derzeit mit der Familie genießt. "Klar ist die momentane Situation schwierig für alle Beteiligten. Gerade wir sind ein Verein, der aufgrund der hohen Anzahl an Zuschauern bei Heimspielen darunter leidet. Deshalb entgehen uns auch wichtige Einnahmen aus der Gastronomie. Aber bei uns herrscht ein großer Zusammenhalt, und deshalb bin ich mir sicher, dass wir diese Krise meistern werden."
Zu Hause trainieren auch die Fußballer von GW Micheldorf. Trainer Gerald Dickinger: "Meine Jungs haben Trainingspläne mit nach Hause bekommen. Ich rechne aber nicht damit, dass der Meisterschaftsbetrieb nochmal aufgenommen wird." (mehr dazu auf Seite 36).
"Bewegung ist in dieser sehr außergewöhnlichen Zeit ein wesentlicher Faktor, um den eigenen Körper und das Immunsystem fit zu halten", sagt Sportwissenschafter Wolfgang Baierl aus Kirchdorf. "Vereinskurse und Gruppentrainings sowie Turnstunden sind so, wie wir sie bisher gemacht haben, im Moment leider nicht möglich. Daher sind neue Ideen und Strukturen notwendig."

Kopfstand-Challenge

So findet im Turnverein Micheldorf derzeit wöchentlich Funktionsgymnastik von zu Hause aus über eine Videokonferenz statt. "Das funktioniert wirklich erstaunlich gut", so Baierl. Mittlerweile sind mehr als 40 Teilnehmer in der Gruppe, die sich regelmäßig gemeinsam bewegen. Auch Teilnehmer aus anderen Gemeinden machen bereits mit. "Dadurch wird schon fast oberösterreichweit gemeinsam vom Wohnzimmer aus trainiert." Damit sich die Kinder weiter bewegen, gab es eine Kopfstand-Challenge. Die tollsten Bilder wurden prämiert. „Online ist in der jetzigen Zeit ein wichtiger Baustein für mich als Sportwissenschafter. Das Training verlagert sich in das virtuelle Wohnzimmer", so Baierl. Mir ist es wichtig, dass die Menschen weiterhin regelmäßig Bewegung machen und sich fit halten."

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