Saisonstart Get-together 2018
Ambitionierte Pläne in den Skigebieten

Foto: HIWU

HINTERSTODER (wey). In Hinterstoder freut man sich bei den Seilbahnen in der Wintersaison 2017/18 über ein deutliches Besucherplus von sechs Prozent, auf der Wurzeralm gar über 20 Prozent. In Summe entspricht das rund 500.000 Gästen. Und auch für die nächste Saison haben sich die Bergbahnen viel vorgenommen. Beim traditionellen Saisonauftakt gab HIWU-Vorstand Helmut Holzinger eine Vorschau auf geplante Projekte. "Heuer im Sommer haben wir in Hinterstoder etwa 2,6 Millionen Euro investiert", so Holzinger. Dazu gehören neue Beschneiungen, Schneekanonen, Pistengeräte et cetera. Erneuert und vergrößert wurde auch das Kinderland. "Künftig soll es im Sommer und im Winter bespielt werden. Wir wollen das beste Kinderland Oberösterreichs haben."

Hin zu mehr Automatisierung

Ein schwieriges Thema ist das Finden von Mitarbeitern, vor allem im Kassenbereich. "Der nächste Schritt geht für uns daher hin zur Automatisierung", so Holzinger. "Wir werden Kassenautomaten installieren, ähnlich wie bei der U-Bahn. Wir sind gerade dabei, zumindest einen an jedem Standort aufzustellen – langfristig werden es drei bis fünf sein." Ein Nachteil sei, dass das bestehende Tarifsystem dafür geändert werden müsse.

Bahnen müssen erneuert werden

Derzeit tüftelt man weiter an der Verbindung Hinterstoder-Vorderstoder, "das Projekt haben wir weiterhin im Fokus. Gemeinsam mit einem Planer geht es derzeit um die strategische Umweltprüfung. Anfang 2019 soll den Gemeinderäten die fertige Unterlage präsentiert werden. Der nächste Schritt wäre dann die Umweltverträglichkeitsprüfung."

Die Bauarbeiten am neuen 380-Betten-Komplex "Alprima Aparthotel" laufen auf Hochtouren, es soll rechtzeitig vor den alpinen Skiweltcuprennen im Dezember 2019 in Betrieb gehen.

Zum Thema Ersatzinvestitionen an den Anlagen: Sowohl die Standseilbahn und der Frauenkar-Lift auf der Wurzeralm sind in die Jahre gekommen und müssen in nächster Zeit erneuert werden. Bei der Standseilbahn werden die Wägen ausgetauscht, die Kosten belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro. Auch die Statik der Bahn, die 1977 gebaut wurde, musste nachberechnet werden. Die Behördenverhandlungen sollen laut Holzinger 2019 abgewickelt werden, der Umbau wird am Ende des Winters 2020 erfolgen.

Geht es nach den Bergbahnen, soll der Frauenkar-Lift weiter Richtung Bärenhütte vorverlegt werden. Wie die konkrete Lösung ausschauen kann, ist noch offen, da sich der Lift im Naturschutzgebiet befindet. Bisher war eine Winkellösung im Gespräch, die jedoch für die Bergbahnen keine Option ist.

In Hinterstoder ist die Gondelbahn 40 Jahre alt. Hier steht nicht nur die Erneuerung, sondern auch die mögliche Verlegung der Talstation Richtung Ortsrand zur Diskussion. "Für uns wäre das naheliegend", so der Bergbahn-Vorstand. Für den bevorstehenden Skiweltcup ist hinsichtlich der Beschneiung eine zweite Zuleitung von der Steyr geplant. "Das ist unsere Chance, dass wir schneller beschneien können. Wichtig ist, dass wir hier vorausschauend handeln."

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