Ehrenring der Marktgemeinde Pettenbach für Franz Staudinger

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PETTENBACH (wey). Die höchste Auszeichnung, die eine Gemeinde vergeben kann, nämlich die Ehrenbürgerschaft, wurde Franz Staudinger zuteil. Bürgermeister Leopold Bimminger überreichte den Ehrenring als sichtbares Zeichen.

Baumeister Franz Staudinger hatte 1977, mit 27 Jahren, von seinem ehemaligen Lehrherrn das Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitern übernommen. Im Laufe der Jahre wurde es kontinuierlich erweitert. 1999 wurde zusätzlich zum Baustoffhandel ein Bau- und Heimwerkermarkt eröffnet. 2007/2008 wurde der Neubau des Baumarktes und des Bürogebäudes unumgänglich. Das neue Gebäude setzte in punkto Architektur, Energieeffizienz und Statik neue Maßstäbe in der Region. Im März 2010 ging Franz Staudinger in den Ruhestand, sein Sohn Gerald übernahm die Geschäftsführung.

Neben seinem beruflichen Engagement stellte Franz seine wertvolle Zeit aber auch in anderen Bereichen zur Verfügung, zum Beispiel als Vorstand bei der Raiffeisenbank Pettenbach, als Obermeister der Baumeister im Bezirk oder als Innungsausschussmitglied in der OÖ-Bauinnung und Prüfer bei den Lehrabschlussprüfungen.

Auch im kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Vereinsleben hat sich Franz Staudinger besonders hervorgetan. Viele Jahre war er aktiv beim Wanderverein mit dabei und hat sich für diesen tatkräftig eingesetzt, den Verein bestmöglich unterstützt und seine Firmenhalle bei den Wandertagen zur Verfügung gestellt.
Auf den Vorschlag von Leopold Feichtinger, der Marktgemeinde Pettenbach sein Haus - das Bartlhaus - sowie seine umfangreiche Sammlung zu einem Bruchteil des damaligen Schätzwertes zu übergeben, wurde nach längerer Überzeugungsarbeit der „Förderverein Schrift- und Heimatmuseum Bartlhaus“ gegründet. Franz Staudinger übernahm die Obmannschaft. Gemeinsam mit seinem Team und vielen freiwilligen Helfern und Spendern gelang es, das Anwesen Feichtingers auszubauen und zu renovieren. Baumeister Staudinger investierte nicht nur unzählige Arbeitsstunden ins Bartlhaus, er unterstützte auch immer wieder großzügig mittels Sach- und Geldspenden das Schriften- und Heimatmuseum. Im Jahr 2014 legte er nach 24 Jahren Obmannschaft sein Amt in die jüngeren Hände von Gottfried Kahr und ist nach wie vor bei jeder Ausstellungseröffnung und Feierlichkeit mit dabei, wenn es seine Zeit zulässt.

Fußball als größte Leidenschaft

Franz Staudingers größte Leidenschaft war und ist der Fußball. Als langjähriger Leiter, Obmann und Präsident der Union Pettenbach Fußball ist er weit und breit im Land Oberösterreich und wahrscheinlich auch darüber hinaus bekannt. Franz Staudinger ist bereits seit 1979 im Verein tätig und hat den Fußballverein im Jahr 1994 als Obmann übernommen und diese Funktion bis 2011 ausgefüllt. Seit diesem Zeitpunkt ist er der Präsident des örtlichen Fußballvereines, der durch seine Leitung und mit viel Engagement im Verein viel bewegt und auch einiges erlebt hat.
Mit dem rasanten Aufstieg von der 1. Klasse bis in die OÖ-Liga, damals 1. Landesliga, innerhalb von fünf Jahren, wurde sein Ziel klar übertroffen. Mit dem Vizemeistertitel in der OÖ-Liga in der Saison 2001/2002 konnte der bisher größte Vereinserfolg erzielt werden. Unter Mitwirkung Staudingers, der auch einer der Hauptsponsoren des Vereins ist, konnte ein neues Stadion, die "Almtalarena", mit zwei Trainingsplätzen errichtet werden.

Für Franz Staudinger sind Bodenständigkeit und der Realität in die Augen sehen, zwei Dinge im Leben, die ihn geprägt haben. Durch seine Reisen konnte er viel Erfahrung sammeln sowie einen Weitblick für das Leben gewinnen. Seit vielen Jahren bereitet ihm das Musizieren mit der steirischen Harmonika viel Freude. Er besucht gemeinsam mit seiner Frau Zäzilia gerne kulturelle Veranstaltungen und lässt sich das wöchentliche Asphaltschießen beim Knappenbauernwirt nicht entgehen.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 22. Juni 2017 einstimmig beschlossen, in Anerkennung und Würdigung der Verdienste rund um Pettenbach die Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde und somit die höchste Auszeichnung an Franz Staudinger zu verleihen. Es ist dies die höchste Auszeichnung, die eine Gemeinde vergeben kann.

Fotos: Marktgemeinde Pettenbach

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