14.10.2014, 14:54 Uhr

"Es taugt mir, wenn ich das Adrenalin spür"

Matthias Berger bei seinem ersten Weltcup-Rennen in Leogang. Es sollte nicht das letzte, des Newcomers sein. (Foto: Foto: Raffi die Waldfee)

Downhiller Matthias Berger aus Windischgarsten absolvierte sein erstes Mountainbike-Weltcuprennen.

WINDISCHGARSTEN (sta). Beim Downhill kommt es darauf an, eine bergab führende Strecke in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen. Alle mit schwachen Nerven sollten sich aber lieber eine andere Sportart aussuchen. Neben einer ausgefeilten Technik und Kondition ist viel Mut gefragt. Einer der "jungen Wilden" in der Szene ist der 17-jährige Windischgarstner Matthias Berger.
Bereits mit 13 wurde er mit dem Virus infiziert. "Ich habe damals bei den Rennen am Wurbauerkogel mit meinen Freunden zugesehen und war sofort fasziniert", erzählt er. Im Vorjahr wollte es Berger wissen. Er startete bei seinem ersten Rennen. Beim Austriacup (U17) fuhr er gleich aufs Podest und belegte sensationell den zweiten Platz. "Es war einer der schönsten Tage in meinem Leben. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet und war sprachlos, dass ich soweit vorne mitfahren kann", so der Elektroanlagentechniker. Europacuprennen und die Nominierung für das Junioren-Nationalteam folgten, bis Berger vor kurzem beim ersten Weltcuprennen am Start stand. "Mir ist bei dem Rennen in Leogang alles aufgegangen, obwohl ich nicht ganz am Limit gefahren bin. Ich habe mich riesig über den 56. Platz gefreut."

Schwitzen für den Erfolg
Sein großes Ziel ist es, einmal zu den Spitzenfahrern zu gehören. Dafür trainiert er hart. "Meine Freunde verstehen es zwar manchmal nicht, wenn ich anstatt in die Disco zum Training gehe, aber es macht mir riesigen Spaß." Dreimal in der Woche trainiert der junge Garstnertaler Kraft und Ausdauer, viele zusätzliche Kilometer am Rad runden sein Programm ab. Dass der Sport auch gefährlich ist, musste er schon am eigenen Leib verspüren. "Bei einem Europacuprennen in Slowenien bin ich im Training schwer gestürzt. Ich war bewusstlos und hab fünf Tage im Krankenhaus verbracht. Man darf nicht zuviel nachdenken am Start des Rennens, aber mir taugt es, wenn ich das Adrenalin in meinem Körper spür."
Für nächstes Jahr hat er den Junioren-Weltcup im Visier. "Ich möchte einige Rennen, vor allem in den europäischen Ländern, bestreiten. Ein Quali-Platz unter den ersten 30 ist das Ziel. Das wäre gleichbedeutend für einen Startplatz im Rennen. Bei der österreichischen Meisterschaft möchte ich unter die ersten Fünf", so der junge Sportler aus dem Garstnertal, der noch auf Sponsorensuche ist.
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