"Negerbrot" im Regal
Klagenfurter Unternehmer hält an umstrittenem Namen fest
- Große Auswahl im Regal.
- Foto: MeinBezirk.at
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Die umstrittene Bezeichnung "Negerbrot" ist in einem Klagenfurter Traditionsbetrieb nun nicht mehr nur online, sondern auch im Geschäft zu finden.
KLAGENFURT. In einem Klagenfurter Traditionsunternehmen wird die Süßwarenspezialität "Negerbrot" seit Jahrzehnten angeboten. Bereits vor einem Jahr sorgte die Bezeichnung für Diskussionen, wie damals von MeinBezirk.at berichtet wurde.
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Mehrere Sorten
Zu diesem Zeitpunkt wurde der Begriff lediglich im Online-Shop verwendet, während das Produkt im Geschäft als "Bruchschokolade" bezeichnet wurde. Inzwischen werden jedoch mehrere Sorten sowohl im Geschäft als auch online ausdrücklich als "Negerbrot" angeboten, wie auf vorliegenden Bildern zu sehen ist.
Zeitgemäßer Begriff?
Die Bezeichnung ist seit Jahren umstritten. Während manche argumentieren, es handle sich um einen traditionellen Produktnamen ohne diskriminierende Absicht, vertreten andere die Ansicht, dass der Begriff heute nicht mehr zeitgemäß sei und aufgrund seiner historischen Konnotationen vermieden werden sollte. In ganz Kärnten wurde heftig darüber debattiert.
"Keine Diskrimierung"
Das Unternehmen erklärt dies via Aufsteller im Geschäft: "Negerbrot-Schokolade ist seit vielen Jahrzehnten eine in Österreich gebräuchliche Bezeichnung für Schokolade mit speziell verfeinerten Erdnüssen." Weiter:
"So wie der Verkauf von Kaiserschmarrn keine Huldigung der in Österreich verbotenen Staatsform der Monarchie ist, dient der Name 'Negerbrot-Schokolade' nur zur Bezeichnung einer traditionellen Süßwarenspezialität und soll in keiner Weise eine Herabwürdigung, Beleidigung oder Diskriminierung von Personen mit dunkler Hautfarbe sein."
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