Neue Wasserstoffbusflotte
"Man muss die langfristigen Effekte im Auge behalten"
- Drei Wasserstoffbusse sind in der Region Rosental unterwegs.
- Foto: ÖBB/Sautner
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Mit den neuen Wasserstoffbussen startet Kärnten in eine klimafreundliche Zukunft des Regionalverkehrs - erste Erfahrungen in der Region Rosental fallen durchaus positiv aus.
KÄRNTEN, ROSENTAL. Kürzlich begann in Kärnten eine neue Ära des öffentlichen Verkehrs: Mit der Präsentation der neuen wasserstoffbetriebenen Regionalbusse und der gleichzeitigen Inbetriebnahme von Österreichs erster Wasserstoff-Betriebstankstelle setzt man einen entscheidenden Schritt in Richtung Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs. 35 ÖBB-Postbusse werden nun schrittweise in den Fahrplan integriert.
Erhöhte Reichweite
Drei dieser neuen Wasserstoffbusse werden auch in der Region Rosental unterwegs sein, unter anderem von Ferlach über Feistritz bis nach St. Jakob und Villach. „Wir haben derzeit noch ein Vormittagsloch in diesem Fahrplan, aber in der Früh und am Nachmittag ist er auf jeden Fall einmal im Einsatz – wir haben teilweise auch eine Linie dabei, die von Weizelsdorf nach Velden unterwegs ist“, erklärt Verkehrsplanerin Deborah Maria Kogelnig. Für die Region selbst erwartet man sich eine nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilität, die für Einheimische und Touristen gleichermaßen genützt werden soll. „Durch die Wasserstoffbusse haben wir eine erhöhte Reichweite, die wir im Regionalverkehr sehr gut nutzen können. Das wäre mit einem Elektrobus mit der jetzigen Technologie noch nicht möglich“, ergänzt Kogelnig.
- Deborah Maria Kogelnig ist Verkehrsplanerin.
- Foto: ÖBB Postbus
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Tankung nach Plan
Ein wesentlicher Punkt ist auch die Betankung der Fahrzeuge – da diese in Villach erfolgt, wurden bei der Planung spezielle Tankfester für die Busfahrer eingerichtet, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Deshalb werden auch regelmäßige Schulungen absolviert. „Im Gegensatz zu einem Dieselfahrzeug muss man sich hier also Gedanken darüber machen, wie viel Wasserstoff man für seinen Dienst braucht. Der gesamte Ablauf ist daher schon im Vorhinein zu planen“, erklärt Michael Gärtner, der im Rosental als Busfahrer unterwegs ist. Auch die Preise für die Herstellung von Wasserstoff seien derzeit auf einem relativ hohen Niveau. „Gerade am Beginn eines solches Projekts muss man damit rechnen, preislich etwas teuer unterwegs zu sein. Man muss aber auch die langfristigen Effekte im Auge behalten“, so ÖBB-Pressesprecherin Rosanna Zernatto-Peschel.
"Durch die Wasserstoffbusse haben wir eine erhöhte Reichweite, die wir im Regionalverkehr nutzen." - Deborah Maria Kogelnig, Verkehrsplanerin
- Michael Gärtner lenkt einen der neuen Wasserstoffbusse, die auch im Rosental unterwegs sind.
- Foto: ÖBB Postbus
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Erste Rückmeldungen
Die ersten Rückmeldungen der Fahrgäste auf die neuen Wasserstoffbusse fallen jedenfalls unterschiedlich aus. Während Touristen von diesem Projekt sehr angetan sind und auch großes Interesse zeigen, ist es den Einheimischen wichtig, pünktlich von A nach B zu kommen. „Dabei ist der Unterschied durchaus beachtlich, weil wir leiser und teilweise auch schneller fahren“, so Gärtner.
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