12.10.2016, 15:28 Uhr

Konkurs abgewehrt!

Kärnten kann durchatmen: 98,7 Prozent der Heta-Gläubiger haben dem Angebot positiv zugestimmt. Das beseitigt endgültig die Konkursgefahr des Landes und reduziert zugleich das Klagsrisiko auf ein Minimum. Ein Riesenerfolg für Kärnten, der auch dem Verhandlungsgeschick des Finanzministers Schelling zu verdanken ist. 1,2 Milliarden mehr Schulden sind jedoch definitiv kein Grund zum Feiern. Denn auch ohne dem Damoklesschwert der Heta-Haftungen steht Kärnten ein langer und steiniger Weg bevor. Um diesen zu bewältigen, braucht es ein gemeinsames Bekenntnis zur Notwendigkeit von Reformen. Allen politisch Verantwortlichen muss klar sein, dass NUR ein beschleunigter Reformkurs, kluges Sparen und intelligentes Investieren Kärnten wieder voranbringt. Es gilt der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken und gemeinsam an Strukturreformen zu arbeiten. Verantwortung zu übernehmen heißt auch nicht, mit groben Einsparungen die Wirtschaft zur Stagnation zu zwingen, sondern das Land generationenübergreifend wieder zukunftsfit zu machen. Für ein reines Verschieben der Schulden auf die nächste Generation bin ich mit Sicherheit nicht zu haben.

Ihr Markus Malle
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