15.11.2017, 10:00 Uhr

Dunja Zdouc: "Zerbreche mir über Olympia noch nicht den Kopf"

Volle Konzentration am Schießstand: Die 23-jährige Dunja Zdouc zählt im Biathlon zu den besten Österreichs (Foto: KK)

Kärntens Aushängeschild im Frauen-Biathlon, Dunja Zdouc vom Radsberg, hat eine ideale Saisonvorbereitung hinter sich. An Olympia will sie aber noch nicht denken.

KLAGENFURT (stp). Mit dem elften Platz bei der Heim-WM im letzten Jahr setzte die gebürtige Klagenfurterin Dunja Zdouc ein großes Ausrufezeichen. "Es war volle geil", freut sich die 23-jährige auch Monate danach immer noch. "Das hat sich niemand erwartet - am wenigsten ich selbst. Das Ergebnis beflügelt natürlich auch für die kommende Saison." Denn im Feber 2018 steht schon das nächste Großeriegnis am Programm - die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang (Südkorea).

"Habe Olympia noch nicht im Kopf"

Daran denken will Zdouc aber noch nicht. Das erste Ziel sei die interne Qualifikation für die ersten Weltcup-Bewerbe in Östersund (Schweden) ab 26. November. Da bei den Damen nur Österreichs Biathlon-Aushängeschild Lisa Hauser gesetzt ist, muss sich die Ebenthalerin mit fünf Teamkolleginnen um drei Startplätze matchen. "Ich will mir jetzt noch nicht den Kopf über Olympia zerbrechen. Natürlich will man nach so einem Erfolg immer mehr, aber in erster Linie geht es jetzt darum, beim ersten Weltcup-Bewerb dabei zu sein. Die interne Quali dafür findet am 17./18. November in Obertilliach in Osttirol statt.

Mit Gelassenheit in die Saison

Nach einer intensiven Vorbereitung reist Zdouc aber mit einem "sehr guten Gefühl" zurück in die Heimat. Zuletzt wurde in Norwegen trainiert. "Ich habe mich im Vergleich zur letzten Saison in der Vorbereitung sehr steigern können. Das stimmt mich zuversichtlich. Es ist aber auch wichtig, mit der nötigen Gelassenheit in die neue Saison zu gehen", betont die Biathletin, die eigentlich vom Langlaufsport kommt.

Ihre ersten "Schritte" auf der Loipe machte sie bei der DSG Sele Zell. Über eine Bekanntschaft ihrer Mutter mit der österreichischen Biathlon-Trainerin Sandra Flunger kam sie zu ihrer heutigen Leidenschaft. "Mir hat die Abwechslung sofort gefallen. Der Sport hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen", erzählt Zdouc, die dann mit 16 ins Ski-Gymnasium Saalfelden wechselte.

Heute zählt sie zur Biathlon-Weltelite und setzt sich auch für die kommende Weltcup-Saison realistische Ziele: "Neben Olympia sollte die eine oder andere Top-20-Platzierung im Weltcup heuer drin sein." Obwohl sie aus dem Langlaufbereich kommt, hat Zdouc in der Vergangenheit ihre Resultate hauptsächlich über das Schießen geholt. Läuferisch habe sie bereits im Sommer gut gearbeitet, Potential nach oben bestehe aber trotzdem noch.

"Die Heimat ist mir wichtig"

Privat kocht und liest Zdouc viel und gerne. Obwohl sie eine Wohnung in Leogang gemietet hat, um näher am Heeressportzentrum zu sein, fühlt sie sich nach wie vor als Kärntnerin: "Auch wenn man es am Dialekt vielleicht nicht mehr merkt, sehe ich mich immer noch als Kärntnerin. Wenn ich Zeit habe bin ich immer gerne zu Hause am Radsberg. Die Heimat gibt mir sehr viel."

Zur Person


Name:
Dunja Zdouc
Geboren: 3. Jänner 1994 (23) in Klagenfurt
Wohnort: Radsberg (Ebenthal), Leogang (Salzburg)
Europacup-Debut: 2012
Weltcup-Debut: 2013
Bisherige Erfolge: Platz 11 Heim-EM in Hochfilzen (2017: Einzel); Bronze Junioren-WM (2014: Staffel); 2 x Silber Junioren-EM (2015: Sprint, Einzel); 2x Bronze Junioren-EM (2014: Verfolgung; 2015: Verfolgung)
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