13.06.2017, 16:00 Uhr

Bitcoins und Co richten sich in Klagenfurt häuslich ein!

Der Bitcoin (englisch sinngemäß für "digitale Münze") ist ein weltweit verwendbares Zahlungssystem und der Name einer digitalen Geld­einheit. (Foto: Pixabay)

Erste Cryptobank der Welt öffnet am Neuen Platz. derzeit sind Bitcoins und Co zwar noch ken gesetzliches Zahlungsmittel. Das wird sich laut Experten früher oder später mit Sicherheit ändern.

KLAGENFURT (stp). Vor wenigen Wochen wurde es öffentlich, nun soll es so weit sein: Die weltweit erste Bankfiliale für Cryptowährungen eröffnet am Freitag, 16. Juni, am Neuen Platz 6 in Klagenfurt.

"Wien war naheliegend"

Warum die Betreiber der Weltneuheit gerade die Kärntner Landeshauptstadt als Location gewählt haben? "Alle Personen aus dem Kernteam stammen aus der Umgebung. Natürlich hätte man eine bessere Location finden können. Wien wäre aufgrund der höheren Anzahl an Menschen natürlich naheliegend gewesen", so Gesellschafter Alfred Salzmann aus Köttmannsdorf. Er wird künftig unter dem Dachverband der CBNK, was für Cryptobank steht, als selbstständige Firma arbeiten.

Noch kein Zahlungsmittel

Der Standort sei allerdings nicht mehr so wichtig, da man durch das Internet sowieso mit der restlichen Welt verbunden sei. Warum bisher kein Mensch auf der Welt auf die Idee gekommen ist, eine solche Filiale zu gründen? Auch Salzmann kann nur vermuten: "Es gibt keinen Markt dafür. In Österreich oder Deutschland ist Cryptowährung ja nicht einmal ein gesetzliches Zahlungsmittel. Zumeist werden Bitcoins und Co. derzeit verwendet, um mit Kapital zu spekulieren."
Salzmann gibt ein Beispiel für den drastischen Wertanstieg der Bitcoins in den letzten Jahren: "Wenn man 2009 etwa 1.000 Euro in Bitcoins investiert hätte, wären das heute 27 Millionen.

"Kein Weg führt vorbei"

Dass Cryptowährungen früher oder später nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken seien, ist sich Salzmann sicher: In Japan sind Bitcoins und Co. bereits als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt. Bei uns wird das in den nächsten Jahren wohl auch der Fall sein." Aktuell könne man sein Geld lediglich in Cryptowährungen investieren. In der neuen Bankfiliale wird es erstmals einen Zwei-Weg-Automaten geben, der die Bitcoins wieder als Bargeld auszahlt.

Das bietet die Filiale

Vier Mitarbeiter werden in der Filiale in Klagenfurt im Hauptbereich im Erdgeschoss arbeiten. Zudem werden sich im 2. Stock Büros für Private Banking, Exchange bzw. weitere spezielle Beratungsmöglichkeiten befinden. Geschäftsführer ist Günter Primig.

In der Bank soll es neben Möglichkeiten zur Beratung auch Schließfächer für die sogenannten "Wallets" geben. Das sind Speichermedien wie USB-Sticks (Hardware-Wallet) oder auch ein Blatt Papier (Paper Wallet), auf dem die Codes für die Verschlüsselung der eigenen Bitcoins geschrieben stehen.
Zudem soll es laut Salzmann eine eigene Akademie für Kunden geben, in der man sich im breiten Feld der Cryptowährungen weiterbilden kann.

Internationale Pläne

Nach der ersten Filialgründung einer Cryptobank weltweit gibt es bereits fixe Pläne auch in andere Länder zu expandieren. London, Zürich, Tokio und Hong Kong werden in erster Linie von den Eigentümern genannt.
Auch der Vorteil von Cryptowährungen ist leicht erklärt: Transaktionen zwischen den USA und Ländern der EU würden binnen 15 Minuten erledigt sein, während der Transfer von Echtgeld über eine "normale" Bank Wochen dauern könnte. Um Sicherheitslücken müsse man sich – zumindest wenn man nicht leichtfertig damit umgeht – keine Sorgen machen, da es mehrfache Sicherungen für die digitalen Währungen gibt.
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Peter Grassberger aus Graz | 21.06.2017 | 19:41   Melden
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