Neue Regeln für E-Scooter
In Klosterneuburg fremdeln noch viele mit den neuen Vorschriften

Seit 1. Mai gelten strenger Vorschriften für E-Scooter-Fahrer (Symbolfoto).  | Foto: Pexels
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Neue Regeln für das Fahren mit E-Scootern: Wir ziehen erste Bilanz – ein Blick auf die Straßen Klosterneuburgs.

KLOSTERNEUBURG. Sie sind längst nicht mehr reines Freizeitvergnügen, E-Scooter – die Roller mit Elektromotor – nützen Kinder für die Fahrt in die Schule, Erwachsene für ihren Weg in die Arbeit und auch so mancher Senior ist auf diese Art mobil. Seit 1. Mai ist alles anders, E-Scooter sind nun auch gesetzlich "Fahrzeuge". Und das heißt, wer rollend unterwegs sein will, muss auf so einiges achten (siehe rechts).

Beratung statt Strafen

Wir haben uns in Klosterneuburg umgesehen, ob die neuen Regeln ernst genommen werden. Fazit: Eher weniger. Ein Beispiel: Ein offensichtlich unter 16-Jähriger steuert seinen E-Roller unbehelmt über die Abfahrt vom Bahnhof Kierling in Richtung Unterführung und begeht damit gleich mehrere Fouls: Kein Helm und dort, wo Fahrradfahrer absteigen müssen, darf sich der Jugendliche auch nicht an den zahlreichen Fußgängern vorbeischlängeln.

Auch die Fahrradpolizei kommt zum Einsatz: Die Beamtinnen und Beamten patrouillieren in Doppelstreifen und legen ihr Hauptaugenmerk auf die Sicherheit im Straßenverkehr. Im Fokus stehen dabei Kontrollen zur Einhaltung der Verkehrsvorschriften durch Radfahrer sowie E-Scooter- und Mopedfahrer, insbesondere auf Radfahrwegen und -routen. | Foto: MeinBezirk
  • Auch die Fahrradpolizei kommt zum Einsatz: Die Beamtinnen und Beamten patrouillieren in Doppelstreifen und legen ihr Hauptaugenmerk auf die Sicherheit im Straßenverkehr. Im Fokus stehen dabei Kontrollen zur Einhaltung der Verkehrsvorschriften durch Radfahrer sowie E-Scooter- und Mopedfahrer, insbesondere auf Radfahrwegen und -routen.
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Sein Glück: Die Polizei hat's nicht gesehen. In der Zukunft könnte dies anders sein: "Die technischen Neuerungen der aktuellen StVO-Novelle werden im regulären Streifendienst kontrolliert und bei Verstößen entsprechend behandelt", heißt es vonseiten der Landespolizeidirektion Niederösterreich auf Anfrage von MeinBezirk. In der Anfangsphase setzen die Bediensteten vorrangig auf beratende Abmahnungen und die Herstellung des gesetzmäßigen Zustandes, so die Polizei weiter.

Geschwindigkeit im Fokus

Besonderes Augenmerk legt die Polizei in Klosterneuburg auf die Überwachung der Geschwindigkeit von E-Scootern und E-Mopeds, denn in der Babenbergerstadt werden regelmäßig Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt.

Mobilitätsstadtrat Schmid-Wilches (SPÖ): "Wir bekommen immer wieder Meldungen von schlecht abgestellten Leih-Fahrzeugen." | Foto: Stgm. Klbg.
  • Mobilitätsstadtrat Schmid-Wilches (SPÖ): "Wir bekommen immer wieder Meldungen von schlecht abgestellten Leih-Fahrzeugen."
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Zu Beginn der Radsaison verstärkt die Polizei auch ihre Präsenz auf den Fahrradrouten und setzt dafür auch die Fahrradpolizei ein. Beschwerden über rücksichtsloses Fahrverhalten von E-Scootern drangen bisher keine bis zum Mobilitätsstadtrat Karl Schmid-Wilches (SPÖ) vor. "Allerdings bekommen wir immer wieder Meldungen über Leih-Scooter, die falsch oder störend abgestellt wurden", verrät Schmid-Wilches. Dafür sei die Stadt allerdings nicht zuständig und der Verleiher selbst - die Firma Lime - hat für diese Fälle eine eigene Hotline eingerichtet: (+43) 720 778 499.

Knappe Parkplätze

Die Radlobby Klosterneuburg findet es indes nicht gut, dass die Leihroller häufig an den allgemeinen Radabstellanlagen stehen gelassen werden. "Davon gibt es in vielen Bereichen ohnedies zu wenige – und die Scooter brauchen im Gegensatz zu Rädern auch keine Bügel zum Versperren", argumentiert Sprecher Robert Koch.

Lime animiert zum Helm-Tragen

Bis auf die technische Umrüstung der Leih-E-Scooter tangieren die neuen Regeln das Verleihgeschäft von Lime überraschend wenig: Da das Ausleihen erst für Volljährige möglich ist, ist die Helmpflicht für die Kundschaft nicht relevant. Der Verleiher animiert aber seine Nutzer dazu, einen Helm zu tragen: Wer eine Fahrt mit einem Foto von sich mit Helm startet, erhält einen Rabatt auf die Fahrt. Über alle geltenden Verkehrs- und Abstellregeln informiert die Lime-App. Dort sind auch Hinweise für ein sicheres Fahren zu finden.

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