21.07.2017, 13:47 Uhr

Trinkwasser für die nächsten Generationen

Der im Jahr 1929 errichtete Wasserbehälter auf dem Kollersteig bekommt einen großen Bruder zur Seite gestellt. (Foto: Stadtgemeinde Klosterneuburg/SchuhE)

Der Hochbehälter am Kollersteig wird modernisiert und erweitert

KLOSTERNEUBURG (pa). Der Hochbehälter Kollersteig verteilt seit 1929 verlässlich sein Trinkwasser an die Bevölkerung, viele Leitungen stammen noch aus dieser Zeit. Nach 88 Jahren muss nun nachgerüstet werden. Der bestehende Behälter bekommt einen neuen Bruder zur Seite gestellt, 3 Kilometer Leitungen werden saniert. Die Arbeiten dauern bis Oktober 2018.

Zweiter Behälter

Direkt neben dem historischen Hochbehälter am Kollersteig aus dem Jahre 1929 wird ab Ende Juli/Anfang August ein zweiter, doppelt so großer Behälter errichtet. Mit diesem wird das Fassungsvermögen von 500 m3 Wasser auf 1.500 m3 ausgebaut. Die Stadtgemeinde Klosterneuburg sichert damit die Trink- und Löschwasserversorgung für die nächsten sechzig Jahre. Die neue Anlage wird nämlich auch den Bewohnern des künftigen Pionierviertels, dem neuen Stadtteil auf dem Areal der ehemaligen Magdeburgkaserne, kostbares Nass spenden.

Neubau und Erneuerung

Die Gesamtkosten für das neue, zweite Gebäude, und die Erneuerung des dazugehörigen, 3 Kilometer langen Leitungsnetzes belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro. Die gröbsten Arbeiten – Aushub und Errichtung des neuen Behälters – sollen noch Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

Daten & Fakten zur Klosterneuburger Wasserversorgung

Klosterneuburg ist auch bei großer Hitze bestens mit Trinkwasser versorgt. Mit 8 Brunnen, 17 Hochbehältern und 275 Kilometern Wasserleitung hat Klosterneuburg eines der besten und sichersten Versorgungsnetze des Landes.
Alle Brunnen liegen im Augebiet und beziehen das Trinkwasser aus einem eiszeitlichen, unterirdischen Begleitstrom der Donau. An Spitzentagen hat die gesamte Stadtgemeinde Klosterneuburg einen Wasserbedarf von 15 Millionen Litern.
Die Wasserqualität ist ausgezeichnet, Klosterneuburg muss keinerlei Chemie zusetzen (lediglich Schutzchlorierung aufgrund der Hochwassergefahr) – im Gegensatz zu Gemeinden, die von landwirtschaftlichen Gebieten und Ackerbau umgeben sind.

Untersuchungen

Klosterneuburg kann daher im Vergleich sehr niedrige Nitratwerte vorweisen. Rund 150 Proben werden im Jahr durch eine autorisierte Untersuchungsanstalt gezogen, durchschnittlich alle zweieinhalb Tage eine Probe. Klosterneuburg besitzt ein ausgeklügeltes, zuverlässiges Wasserleitungsnetz – bei einer sehr herausfordernden Topographie: Die hügelige Landschaft, vor allem aber die drei langgestreckten Täler bedingen eine aufwändige Infrastruktur.


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