29.01.2018, 11:49 Uhr

Landtagswahl: ÖVP behält Absolute im Bezirk

Markus Presle, Johannes & Stefan Schmuckenschlager und Petra & Christoph Kaufmann stoßen auf die gelungene Landtagswahl für die ÖVP an. (Foto: Schmatz)

Die Landtagswahl Niederösterreich ist geschlagen. Die Volkspartei feiert die Absolute im Bezirk Tulln.

KLOSTERNEUBURG (mp). Nach einem abermals brisanten Wahlkampf steht das Bezirksergebnis der Landtagswahl 2018 (ohne Wahlkarten) nun fest.



Die ÖVP hält die Absolute (50,95%), die SPÖ legt von 17,05 auf 20,05% zu und die FPÖ hat das Ergebnis von 7,6 auf 13,4 Prozent fast verdoppelt. "Ich bin froh über das starke Ergebnis der ÖVP. Als Heimatstadt der Landeshauptfrau haben wir ihr alle Ehre gemacht und fast den Landesschnitt erreicht, das ist keiner vergleichbaren Stadt gelungen", freut sich Bgm. Stefan Schmuckenschlager über das Ergebnis. In Klosterneuburg mussten die Schwarzen dennoch ein Minus von 2,2% verzeichnen. Die Parteien erlangten hier ein Ergebnis von ÖVP 48,3%, SPÖ 17,2%, Grüne 15,2%, NEOS 10,3% und FPÖ 9,2%. "Für Klosterneuburg bin ich sehr zufrieden – gute 4 % - Ein sehr guter Erfolg für den neuen Bezirk Tulln. Das stimmt mich mit Zuversicht für die Wahl 2020", zeigte sich auch SPÖ-StR Karl Schmid zufrieden über den Wahlausgang und Parteiobmann Stefan Mann ergänzte: "Die Ausgangslage war für uns nicht einfach: Wir mussten das Parteilokal hier aufgeben, die Landeshauptfrau kommt aus Klosterneuburg und der LA kämpft gegen die Tullner – daher hat die VP sehr viel mobilisiert, das war umso schwieriger für uns."

"Schweres Pflaster"

Weniger erfreuliche Zahlen verzeichneten die Grünen. "Es ist positiv, dass wir im Landtag verblieben sind. Was zum Nachdenken und Handeln anregt, ist, dass wir bezirksweit 2,64% und in der Stadtgemeinde 3,7% verloren haben, so haben wird den Clubstatus im Landtag verloren, das bedeutet weniger finanzielle Ressourcen, weniger Personal und Infrastruktur. Die Kontrollarbeit, die schon bisher schwierig genug war, wird noch schwieriger werden", ist sich StR und Grüne-Spitzenkandidat des Bezirk Tulln, Sepp Wimmer den Folgen des Ergebnisses bewusst.
Als "traditionell schweres Pflaster" bezeichnete FPÖ-Obmann Josef Pitschko die Stadtgemeinde Klbg, konnte sich dennoch über einen Zugewinn für die Blauen freuen. "In Klosterneuburg haben wir den Stimmenanteil um 50 % erhöht: von 6,1 auf 9,25", so Pitschko, der sich ein wenig überrascht über den Verlust der ÖVP in Klosterneuburg zeigte. Bezirksweit konnten die Freiheitlichen ein Plus von 5,8% verzeichnen. 

"Es bleibt spannend"

Große Freude war NEOS-GR Walter Wirl anzumerken. "Wir freuen uns alle sehr, dass wir es geschafft haben, nicht knapp an der Vier-Prozent-Hürde zu kratzen. Auch die persönliche Freude ist groß in Klosterneuburg 10,3% erreicht zu haben. Es scheint sich eine Basis gebildet zu haben, das Potential hier in Klosterneuburg zu halten. Für eine sehr junge Partei sind wir auf einem guten Weg. Ich freue mich dabei mitwirken zu dürfen", so Wirl. Auch im Bezirk Tulln erhielten die NEOS 6,64% der Stimmen.
Die Vorzugsstimmen stehen noch nicht fest. Sagen wollten die Spitzenkandidaten Christoph Kaufmann (ÖVP), Doris Hahn (SPÖ) und Andreas Spanring (FPÖ) dazu Sonntagabend noch nichts. Nur so viel: "Es bleibt spannend".


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