Arbeiterkammer brachte Erfolg
Kremser wurde Prämie einfach gestrichen

Bezirksstellenleiterin Doris Schartner freut sich über den Erfolg.
  • Bezirksstellenleiterin Doris Schartner freut sich über den Erfolg.
  • Foto: AK
  • hochgeladen von Doris Necker

KREMS. Schon mehrere Jahrzehnte lang arbeitete der Mann verlässlich für seinen Arbeitgeber in der Baubranche – als ihn der gewohnte Blick auf den Lohnzettel überraschte: Die Prämie in der Höhe von 300 Euro, die er seit Jahren erhielt, war darauf nicht mehr zu finden. Seitens seines Arbeitgebers hieß es, die Aufgaben des Beschäftigten hätten sich verändert, daher stehe ihm die Prämie nicht weiter zu.

Der Mann wandte sich an die AK-Bezirksstelle Krems, um sich beraten zu lassen. „Wir haben den Dienstvertrag und die Lohnunterlagen des Mannes kontrolliert. Dabei stellte sich heraus, dass die Prämie als fixer Gehaltsbestandteil vereinbart worden war und daher nicht einfach gestrichen werden darf“, sagt Doris Schartner, Leiterin der Bezirksstelle Krems. Besonders bitter für den Mann: Durch seine langjährige Tätigkeit für diesen Betrieb hat er noch Anspruch auf „Abfertigung alt“ – die sich durch den Wegfall der Prämie erheblich verringern würde, um rund 4.200 Euro.

Der Kremser versuchte noch, die Angelegenheit selbst mit seinem Chef zu regeln, leider aber ohne Erfolg. Als die Arebeiterkammer für den Mann vor Gericht ziehen wollte, lenkte der Dienstgeber schließlich ein. Er zahlte dem Mann das Geld nach und die Prämie bleibt auch weiterhin ein Bestandteil seines Gehalts.

Bilanz 1. Halbjahr 2019 – Bezirk Krems

Leistungen für unsere Mitglieder im Überblick
Beratungen: 4.660
Im Arbeits- und Sozialrecht eingebracht 793.030 Euro
Davon Insolvenzvertretung: 112.938 Euro
Für die Mitglieder insgesamt erreicht: 1,610.638 Euro

"Insgesamt hat die Bezirksstelle im 1. Halbjahr mehr als 1,6 Millionen Euro für ArbeitnehmerInnen der Region erreicht", sagt Bezirksstellenleiterin Doris Schartner und ergänzt: „Dazu zählen sowohl die Steuersparwochen als auch der Konsumentenschutz. Den größten Teil macht unsere Hilfe bei Problemen am Arbeitsplatz oder in sozialrechtlichen Fragen aus.“

Insgesamt haben sich mehr als 4.650 Ratsuchende an die Bezirksstelle gewandt. „Das zeigt, wie wichtig wir als Anlaufstelle in allen Lebenslagen sind“, sagt Schartner. „Allein bei den Steuersparwochen konnten wir bei 1.209 Terminen mehr als 1.300 ArbeitnehmerInnenveranlagungen für unsere Mitglieder durchführen und für sie so über 800.000 Euro vom Finanzamt zurückholen“, zieht sie Bilanz über die Vielzahl von Veranstaltungen, die von AK-ExpertInnen im Bezirk durchgeführt werden.

AK NÖ: Im 1. Halbjahr 26 Millionen  € für Beschäftigte

76.549 ArbeitnehmerInnen hat die AK Niederösterreich in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt geholfen. „Für diese Mitglieder haben wir 26 Millionen Euro erkämpft“, erklärte AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser anlässlich der Halbjahresbilanz-Pressekonferenz der AK Niederösterreich im ArbeitnehmerInnenzentrum in St. Pölten. „Häufig ging es um Leistungen, die die ArbeitnehmerInnen erbracht haben, die aber nicht bezahlt wurden“, so Wieser. Besonders problematische All-in-Verträge beschäftigen derzeit die ExpertInnen der Arbeiterkammer. „Zwei Drittel der laufenden gerichtlichen Arbeitsrechtsfälle bei den Landesgerichten in NÖ betreffen Fälle, die über die AK Niederösterreich Rechtsschutz erhalten. Das zeigt ganz deutlich, dass unsere Mitglieder den Weg zu uns finden und unsere Leistungen in Anspruch nehmen“, so Wieser.

Top-Beratungsthemen: Lohn und Gehalt, Gehaltszettel, Endabrechnung, Einstufung
Unsere Mitglieder haben sich im ersten Halbjahr 2019 mit Fragen zu folgenden Themen an die Arbeits- und Sozialrechts-ExpertInnen der AK Niederösterreich gewandt:
» Lohn oder Gehalt plus Kontrolle Gehaltszettel oder Endabrechnung (Einstufungen, Bezahlung)
» Dienstgeber-Kündigung
» Einvernehmliche Auflösung
» Dienstvertrag/Dienstzettel
» Dienstnehmer-Kündigung

„Unsere Bezirksstellen bewähren sich als Informationsstellen und Verbündete unserer Mitglieder vor Ort. Durch kompetente MitarbeiterInnen in örtlicher Nähe ist ein niederschwelliges Angebot für unsere Mitglieder gewährleistet“, sagt Bezirksstellenleiterin Doris Schartner.

Autor:

Doris Necker aus Krems

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