Hubert Poell und Stefan Walker
Mit zwei Premieren setzt Kammerorchester Krems starke Akzente in der Musik
- Dirigent Wolfgang Augustin und Komponist und Musiklehrer Stefan Walker vor dem Kammerorchester
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Klangvolle Premieren beim Advent-Orchesterkonzert des Kammerorchesters Krems
KREMS. Mit einem stimmungsvollen Advent-Orchesterkonzert begeisterte das Kammerorchester Krems am Sonntag, dem 21. Dezember 2025, sein Publikum im Ferdinand-Dinstl-Saal am Bahnhofplatz.
Unter der Leitung von Dirigent Wolfgang Augustin präsentierten die Musikerinnen und Musiker ein anspruchsvolles Programm, das barocke und klassische Werke mit zeitgenössischen Kompositionen aus der Region verband – darunter gleich zwei Uraufführungen.
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Oboe im Vordergrund
Den Auftakt bildete das Concerto für Oboe, Streicher und Basso continuo d-Moll von Alessandro Marcello. Oboistin Manuela Steindl überzeugte als Solistin mit klarem Ton und feiner Gestaltung in den Sätzen Andante e Spiccato, Adagio und Presto. Es folgte die Romanze aus der Filmmusik zu „Die Hornisse“ von Dmitri Schostakowitsch in einer Fassung für Solo-Violine, Streicher und Harfe. Julia Kainz gestaltete den Solopart der Violine eindrucksvoll und verlieh dem Werk eine besondere emotionale Tiefe.
Mozart mittendrin
Einen ruhigen, kontemplativen Moment des Programms schuf Wolfgang Amadeus Mozarts Motette „Ave verum corpus“, KV 618, in der Orchesterfassung von Bruno Hartmann, die sich stimmungsvoll in den adventlichen Charakter des Konzerts einfügte.
Uraufführung von Hubert Poell
Einen besonderen Höhepunkt vor der Pause stellte die Uraufführung des „Concertino für Vibraphon, Band und Kammerorchester – Monumentum pro Gustav Gunsenheimer“ von Hubert Poell dar.
- Komponist und Musikschuldirektor Hubert Poell und Dirigent Wolfgang Augustin vor dem Kammerorchester
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Der Leiter der Musikschule Krems, der selbst auch Schlagzeugunterricht erteilte, verbindet in seiner Komposition seine Liebe zur klassischen Musik mit modernen Klangwelten. Das dreisätzige Werk – Allegro, Andante und Allegro – überzeugte durch den spannenden Dialog zwischen Orchester und Band und wurde vom Publikum mit großem Interesse aufgenommen.
Nach der Pause widmete sich das Kammerorchester Krems der „Prager Sinfonie“ D-Dur KV 504 von Wolfgang Amadeus Mozart. Die drei Sätze – Adagio–Allegro, Andante und Presto – wurden präzise und lebendig interpretiert und bildeten das klassisch-symphonische Zentrum des Konzerts.
Weihnachtliche Mischung
Den festlichen Abschluss bildete die zweite Uraufführung des Nachmittags: die „Weihnachtsphantasie“ von Stefan Walker. Der in Krems tätige Musiker und Viola-Spieler des Kammerorchesters brachte damit erneut eine eigene Komposition zur Aufführung, die bekannte weihnachtliche Klangmotive aufgriff und in einer abwechslungsreichen, zeitgemäßen Tonsprache weiterführte.
- Dirigent Wolfgang Augustin und Komponist und Musiklehrer Stefan Walker vor dem Kammerorchester
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Das Advent-Orchesterkonzert des Kammerorchesters Krems bot damit nicht nur hochkarätige Interpretationen bekannter Werke, sondern setzte mit zwei neuen Kompositionen auch starke Akzente für das zeitgenössische Musikschaffen in der Region.
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