Bezirk Krems
Über 900 offene Stellen, doch 1.800 Menschen sind arbeitslos
- bgeordneter zum Nationalrat WBNÖ Direktor Harald Servus und WKNÖ Präsident WBNÖ Landesgruppenobmann Wolfgang Ecker betonen die Bedeutung weiterer Entlastung für die niederösterreichischen Unternehmen.
- Foto: WBNOE/Monihart
- hochgeladen von Simone Göls
Im Bezirk Krems suchen Betriebe aktuell 947 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Beim AMS waren im selben Zeitraum lediglich 604 offene Stellen gemeldet.
KREMS. Die Differenz erklärt sich dadurch, dass der Stellenmonitor auch jene Stellen erfasst, die Unternehmen online ausschreiben, aber nicht beim AMS melden. Gleichzeitig waren zuletzt 1.813 Personen als arbeitslos vorgemerkt. Für den Wirtschaftsbund Niederösterreich (WBNÖ) ist klar: Die niederösterreichischen Betriebe wollen beschäftigen. Damit daraus echtes Wachstum wird, muss die Politik jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen.
Wirtschaftsbund: Beschäftigung ermöglichen
„Wenn unsere Betriebe trotz herausfordernder Zeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen, zeigt das vor allem eines: Sie glauben an den Standort Niederösterreich. Aber dieser Wille darf nicht an hohen Arbeitskosten und überbordender Bürokratie scheitern. Die Senkung der Lohnnebenkosten sowie die Aktivpension, welche im Doppelbudget gesetzt wurden, sind wichtige erste Schritte, aber noch lange nicht das Ende der Geschichte. Was es braucht, ist Konsequenz, damit Beschäftigung nicht erschwert, sondern ermöglicht wird“, betont WKNÖ Präsident WBNÖ Landesgruppenobmann Wolfgang Ecker.
Entlastungslinie gefordert
„Wichtig ist nun, aus den gesetzten Schritten eine echte Entlastungslinie zu machen: Lohnnebenkosten senken, Bürokratie abbauen, Arbeiten in der Pension attraktiver machen. Gerade für unsere KMUs ist jede unbesetzte Stelle ein konkretes Problem. Bleiben Arbeitsplätze unbesetzt, bleibt Arbeit liegen, können Aufträge nicht erfüllt oder Öffnungszeiten nicht eingehalten werden. Deshalb braucht es jetzt weitere Maßnahmen, damit die Wirtschaft in Schwung bleibt“, so Abgeordneter zum Nationalrat WBNÖ Direktor Harald Servus.
Blick auf die Zahlen
Wie groß diese Wirkung sein kann, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Pro Prozentpunkt Lohnnebenkostensenkung können bis zu 12.000 neue Arbeitsplätze entstehen, gleichzeitig werden hunderttausende bestehende Arbeitsplätze abgesichert. Dennoch darf es nicht bei einem ersten Schritt bleiben.
"Wer Beschäftigung schafft, gehört entlastet"
Für den Wirtschaftsbund Niederösterreich ist daher klar: Wer Beschäftigung will, muss jene entlasten, die Beschäftigung schaffen. Nur wenn unsere Unternehmerinnen und Unternehmer wieder mehr Freiraum zum Atmen bekommen, entsteht wirtschaftliches Wachstum. Und eine starke Wirtschaft ist die Grundlage für sichere Arbeitsplätze und nachhaltigen Wohlstand.
Welche Branchen suchen?
Die offenen Stellen in den einzelnen Branchen im Bezirk Krems:
- Bau, Baunebengewerbe, Holz, Gebäudetechnik: 54
- Bergbau, Rohstoffe, Glas, Keramik, Stein: 17
- Büro, Marketing, Finanz, Recht, Sicherheit: 205
- Chemie, Biotechnologie, Lebensmittel, Kunststoffe: 30
- Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT: 66
- Handel, Logistik, Verkehr: 151
- Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft, Umwelt: 22
- Maschinenbau, Kfz, Metall: 82
- Medien, Grafik, Design, Druck, Kunst, Kunsthandwerk: 14
- Rechnungswesen, Controlling, Steuern: 9
- Reinigung, Hausbetreuung, Anlern- und Hilfsberufe: 43
- Soziales, Gesundheit, Schönheitspflege: 111
- Textil, Bekleidung, Mode, Leder: 17
- Tourismus, Gastgewerbe, Freizeit: 71
- Wissenschaft, Bildung, Forschung und Entwicklung: 46
- Schutz, Sicherheit, Überwachung: 9
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