26.10.2016, 11:11 Uhr

Schiltern: Aktuelles aus der Steinzeit

Gruppenbild - unter anderem mit Wissenschaftlern, Heimatforschern und Politikern.

SCHILTERN/LANGENLOIS (mk) Rappelvoll war das Restaurant „Glashaus“ in den Kittenberger Erlebnisgärten am 25. Oktober 2016, als Heimatforscher Alois Huber die Informationsveranstaltung zur Geschichte Schilterns gegen 19 Uhr eröffnete. Auf die etwa zweihundert Besucher warteten fast drei Stunden mit kompakten und hochinteressant präsentierten Fakten zur steinzeitlichen Besiedlung des Ortes und zum neuen Heimatbuch, das gerade im Entstehen ist.


Nicht nur Moderator Alois Huber, Obmann des Instituts für Regionalraumkultur und Geschichte um Schiltern (Rugus), begrüßte die Besucher, sondern auch Hausherr Reinhard Kittenberger, der Langenloiser Vizebürgermeister Leopold Groiß, Kulturstadträtin Brigitte Reiter und der Schilterner Ortsvorsteher Harald Groll. Alle freuten sich über das rege Interesse an dem Thema Heimatforschung, das sich in dem sehr guten Besuch der Veranstaltung ausdrückte. Für einen sehr passenden musikalischen Rahmen sorgte die Gruppe Fagus, die vorwiegend mit keltisch-gälischen Melodien das archaische Thema der steinzeitlichen Kreisgräben aufgriff.

Informationen zum neuen Heimatbuch

Im ersten Teil der Treffens informierte Prof. Johann Ennser über die Inhalte des neuen Heimatbuchs über Schiltern und gab ein paar Kostenproben über den Stand der Heimatforschung sowie über neue Erkenntnisse, die in dem Buch nachzulesen sein werden. Es wird einen spannenden Bogen schlagen von der ersten urkundlichen Erwähnung Schilterns im Jahr 1034/1035 bis in die Gegenwart.

Blick in die Steinzeit

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um die Entdeckung der Kreisgrabenanlage in Schiltern beziehungsweise um die Spuren, die dieses steinzeitliche Monumentalbauwerk bis heute hinterlassen hat. Johann A. Böhm vom Rugus zeigte ein informativ zusammengestelltes Kurz-Video über Steinzeit und Kreisgräben sowie über den Nachweis einer solchen Anlage mit neuzeitlichen wissenschaftlichen Methoden. Über die Methode der „magnetischen Prospektion“ informierte Klaus Löcker von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) dann eingehender und schilderte die Fülle von Entdeckungen, die damit gemacht wurden. Auf den Zeitrahmen dieser Funde sowie auf andere archäologische Funde in Schiltern und Kronsegg ging Universitätsprofessor Dr. Gerhard Trnka ein. Auf die selbst gestellte Frage, wofür denn die Kreisgrabenanlage genutzt worden ist, musste Trnka passen: „Ich weiß es nicht!“.

Mit Informationen aus ihren jeweiligen Fachgebieten rundeten Universitätsprofessor Gerhard Tuzar, Direktor des Krahuletzmuseums in Eggenburg, Dr. Martin Krenn vom Bundesdenkmalamt und die Geschäftsführerin der Archäologisch Sozialen Initiative Niederösterreich (Asinoe), Dr. Barbara Wewerka, die Veranstaltung im Glashaus ab.
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