Auszeichnung
Bezirk Kufstein stellt in diesem Jahr e5-Spitzenreiterin

Bruno Oberhuber, Geschäftsführer von Energie Tirol freut sich mit dem Bürgermeister der Gemeinde Kirchbichl, Herbert Rieder und e5-Teamleiter und Amtsleiter von Bad Häring, Werner Drexler (v.l.) über die Auszeichnung. Kirchbichl ist die beste der heuer ausgezeichneten Gemeinden.
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  • Bruno Oberhuber, Geschäftsführer von Energie Tirol freut sich mit dem Bürgermeister der Gemeinde Kirchbichl, Herbert Rieder und e5-Teamleiter und Amtsleiter von Bad Häring, Werner Drexler (v.l.) über die Auszeichnung. Kirchbichl ist die beste der heuer ausgezeichneten Gemeinden.

  • Foto: Energie Tirol
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

Die heurige e5-Auszeichnung 2020 brachte – als Maßstab für die Umsetzung der Energieeffizienz – weitere e's für die Gemeinden im Bezirk Kufstein. Diese zeigten sich auch in Zeiten von Corona ambitioniert. Abräumen konnten Bad Häring und Kirchbichl, letztere wurde beste der ausgezeichneten Gemeinden. 

KIRCHBICHL, BAD HÄRING (red). Wie erfolgreich setzten Gemeinden im Bezirk 2020 Engerieeffizienz-Maßnahmen um? Diese Frage stellte man sich auch heuer bei der e5-Auszeichnung – dies trotz der Coronapandemie. Der Bezirk Kufstein schickte dabei mit den e5-Gemeinden Bad Häring (eee) und Kirchbichl (eeee) in diesem Jahr ein besonders vielversprechendes Duo ins Rennen um die Energieeffizienz. Beide Gemeinden konnten sich über e’s freuen – allen voran Kirchbichl, als beste der heuer ausgezeichneten Gemeinden. Es gilt hier ganz nach dem "Hauben Prinzip" bei Restaurants: Je mehr e's umso besser. 

Elf Gemeinden räumten weitere e's ab

Es gab in diesem Jahr zwar keine klassische e5-Gala, dennoch wurden bei mehreren Vor-Ort-Gemeindebesuchen elf von insgesamt fünfzig Gemeinden für die erfolgreiche Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen mit weiteren e‘s ausgezeichnet. Bis zum Jahr 2050 will Tirol seinen Energiebedarf selbst decken und gänzlich auf fossile Energieträger verzichten. Eine Aufgabe, bei der den Gemeinden mit ihrem direkten Draht zur Bevölkerung eine ganz besondere Rolle zukommt. 
Wer glaubt, diese Aufgabe wäre in Zeiten von Corona in den Hintergrund gerückt, der irrt. Der Blick in Tirols e5-Gemeinden zeigt, dass diese weiter auf Investitionen in Photovoltaik-Anlagen, erneuerbare Heizungssysteme, Renaturierung, Entsiegelung und vielem mehr setzen. Dabei können sie auch auf kombinierbare Fördertöpfe zurückgreifen. 

„Damit die Gemeinden trotz coronabedingter Einnahmeeinbußen weiter in die erneuerbare Energiezukunft investieren können, stellen wir seitens des Landes über den Gemeindeausgleichsfonds zusätzliche Mittel zur Verfügung. Es geht mehr denn je darum, mit der Energiewende regionale Kreisläufe zu stärken, die Konjunktur zu beleben und Arbeitsplätze zu sichern“,

erklärt LHStv Josef Geisler die besondere Situation.

Vorreiter Kirchbichl seit 2006 dabei

Die e5-Lorbeeren haben sich Bad Häring (eee) und Kirchbichl (eeee) jedenfalls reichlich verdient. Kirchbichl ist bereits seit 2006 beim e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden dabei und konnte heuer einen Umsetzungsgrad von 67 Prozent erreichen – die langjährige konsequente Arbeit scheint sich also auszuzahlen. Die Gemeinde zeigt großen Innovationsgeist und pflegt beispielsweise ihre kommunalen Biodiversitätsflächen, wie der gemeindeeigene Obstanger, mit den umweltschonenden akkubetriebenen Geräten des Bauhofs. Auch im Bereich Photovoltaik ist Kirchbichl eine von Tirols Top-Gemeinden. Und wer sein Elektroauto schnell, umweltschonend und bargeldlos tanken möchte, ist in Kirchbichl genau richtig.
Dicht auf den Fersen liegt die Nachbargemeinde Bad Häring (eee). Seit dem letzten Audit 2016 konnte die Gemeinde ein weiteres e dazugewinnen. Neben der umweltfreundlichen Ausrichtung der zahlreichen Feste (z.B. 1. Bad Häringer Radfest), hat die Gemeinde ihre Energiebuchhaltung, durch ein umfassendes Zählermanagement in Schwung gebracht.

Gemeinden als Schlüsselfiguren für Energiewende

„Das e5-Programm dient dazu, möglichst viele Gemeinden anzuspornen, Energieeffizienz-Maßnahmen gezielt zu planen und bestmöglich umzusetzen“, erklärte DI Bruno Oberhuber. „Gemeinsam können wir es schaffen, eine unabhängige, umweltschonende Energieversorgung Tirols umzusetzen. Zudem können durch Effizienzmaßnahmen und Investitionen in erneuerbare Energien, speziell im Gebäudebereich, die langfristigen Betriebskosten stark gesenkt und das Gemeindebudget langfristig entlastet werden“.
Neben den Gemeinden aus dem Bezirk Kufstein konnten auch Holzgau (ee), Mils (ee), Navis (ee) und Lans (ee), Vomp (eee), Mutters (eee), Schwendau (eee), Pfunds (eee) und Arzl im Pitztal (eee) ihre Energieeffizienz unter Beweis stellen. „Es freut mich, dass die e5-Gemeinden in Sachen Klimaschutz, Energieautonomie und Nachhaltigkeit trotz widriger Umstände mit gutem Beispiel vorangehen. Gerade jetzt ist es wichtig, in Klimaschutzmaßnahmen zu investieren, weil die Gemeinden dadurch nicht nur krisenfest und klimafit werden, sondern es sich mittel- bis langfristig auch wirtschaftlich rechnet“, so Umweltlandesrätin LHStvin Ingrid Felipe.

Mehr über das e5-Aktionsprogramm

Ziel des e5-Aktionsprogramms – Österreichs Bundes- und Landesprogramm für energiebewusste Gemeinden - ist es, Energieprozesse zu modernisieren, Energie effizienter und intelligenter zu nutzen und klimaschonende, erneuerbare Energieträger vermehrt einzusetzen. Auch die Bürger der jeweiligen Gemeinden sollen optimal in die Realisierung der jeweiligen Projekte eingebunden werden.
e5-Gemeinden bestimmen Energiebeauftragte, um bürgernah und auf kommunaler Ebene nachhaltige Themenbereiche wie Energie-Checks, Energiebuchhaltung, Hauswarteschulungen und Beratung für Energieerzeugung zu beleben. Bewertet werden die e5-Gemeinden ähnlich dem "Hauben Prinzip" bei Restaurants: Im Rahmen einer jährlichen internen Evaluierung werden die Gemeinden je nach Umsetzungsgrad der geplanten und möglichen Maßnahmen bewertet und mit einem bis fünf e‘s ausgezeichnet.

Weitere Beiträge zum e5-Programm finden Sie hier

Schwoich, Angerberg und Wörgl für Energiemaßnahmen ausgezeichnet

Bruno Oberhuber, Geschäftsführer von Energie Tirol freut sich mit dem Bürgermeister der Gemeinde Kirchbichl, Herbert Rieder und e5-Teamleiter und Amtsleiter von Bad Häring, Werner Drexler (v.l.) über die Auszeichnung. Kirchbichl ist die beste der heuer ausgezeichneten Gemeinden.
Bereits im Jahr 2016 konnte sich die Gemeinde Kirchbichl als die stärkste Tiroler Gemeinde durchsetzen. Bad Häring startete damals erfolgreich ins e5-Programm. LHStvin Ingrid Felipe freute sich gemeinsam mit Umweltausschussobmann Franz Hörmann (Kirchbichl), Bgm. Hermann Ritzer (Bad Häring) und LHStv Josef Geisler (v.l.) über die Auszeichnung.
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