Öffi-Nutzer diskutieren mit Verkehrsexperten in Wörgl

Öffi-Nutzer hatten beim "Treff" Gelegenheit Anregungen an die Verkehrsexperten zu richten.
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  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

WÖRGL (bfl). Der zweite Öffi-Treff des Verkehrsverbundes Tirol (VVT) fand am 21. November in der Neuen Mittelschule Wörgl statt. Die Energiemetropole ist eine von fünf wichtigen Schnittstellen für Pendler außerhalb von Innsbruck, die für die Öffi-Treffs ausgewählt wurden. Rund fünfzig interessierte Öffi-Nutzer sowie einige Bürgermeister aus dem Bezirk kamen, um die Gelegenheit zur Mitgestaltung und Äußerung von Wünschen wahrzunehmen. Die anwesenden Fahrgäste wünschten sich vor allem eine bessere zeitliche Abstimmung zwischen Zug und Bus bzw. bessere Busanbindungen von Wörgl in die umliegenden Gemeinden.

Öffi-Nutzer wollen besseren Anbindungen

Andreas Knapp, der für die Verkehrsplanung im VVT zuständig ist, begrüßte die Anwesenden und präsentierte die Fahrplanänderungen, die ab 10. Dezember in Kraft treten werden. Bei der anschließenden Diskussion, hatten Knapp, LHStv. und Mobilitätslandesrätin Ingrid Felipe, VVT-Geschäftsführer Alexander Jug und René Zumtobel (Regionalleitung Personenverkehr ÖBB) ein offenes Ohr für die Verbesserungsvorschläge der Fahrgäste.
Die anwesenden Öffi-Nutzer klagten unter anderem über schlechte Anbindungen von Innsbruck nach Langkampfen bzw. Schaftenau, von Angath nach Wörgl, von Kitzbühel nach Wörgl am Wochenende sowie diverse weitere Anschlussbusse von und nach Wörgl über die umliegenden Gemeinden.
Die Schwierigkeit, so René Zumtobel, liege darin, einen Kompromiss für die unterschiedlichen Wünsche der Fahrgäste zu finden. Einige Pendler wünschen sich beispielsweise schnelle Züge von Wörgl nach Innsbruck mit wenigen bis gar keinen Zwischenstopps, während es ebenso viele Pendler gebe, die sich mehrere Haltestellen dazwischen wünschen.
Öffi-Nutzer klagten auch über längere Wartezeiten bei der Heimreise vom Knotenpunkt Wörgl in ihre Heimatgemeinden. "Prinzipiell sind unsere Anschlüsse auf den Nahverkehr ausgelegt, den wir selber organisieren können und wo wir auch für die Pünktlichkeit verantwortlich sind. Deswegen ist es schwierig Verbindungen nur auf dem Railjet auszurichten", sagt Knapp hinsichtlich schneller Anbindungen für Pendler von und nach Innsbruck. Auch die Auslastung und die Frage ob man in gewisse Gebiete einen großen "12-Meter-Bus" schicken müsse, seien hier ein Thema, sagt Alexander Jug.
Als einen wichtigen Faktor für neue Verkehrspakete und auch bessere Anbindungen in Gemeinden bezeichnet Knapp das "Wollen" der Bürgermeister der Regionen, da die Gemeinden die Anbindungen auch finanziell mittragen müssten. "Für uns ist es wichtig, dass wir reagieren können, wenn eine Gemeinde auf uns zukommt."

VVT-Ticket für umweltfreundliche Mobilität

"Die Vision ist schon, dass man in der Zukunft mit dem VVT-Ticket alles 'fahren' kann", sagt Ingrid Felipe im Rahmen der Diskussion. Neben Kritik sprachen einige Fahrgäste aber auch ein Lob an die Experten des VVT und der ÖBB aus. Pendlerinnen freuten sich über die schnelle Schienenverbindung am Abend von Innsbruck nach Wörgl. Aber auch Autofahrer, die den Umstieg auf Öffis mit dem VVT-Ticket schafften, bedankten sich bei den Experten für das neue Angebot des VVT.
Mit dem Tirolticket um 490 Euro und zahlreichen weiteren Angeboten setzte der VVT im Jahr 2017 stark auf umweltfreundliche Mobilität. Die Zahl der Besitzer von Jahres-Tickets ist seitdem von unter 12.000 auf über 25.000 gestiegen. Besonders Tiroler aus dem Unterland nehmen das neue Öffi-Angebot gerne an. In der Zeit von Mai bis Oktober dieses Jahres verzeichnete der VVT bei Tirolticket und Regioticket für den Bezirk Kufstein ein Plus von 183 Prozent – das sind 2.400 neue Tickets.
In den kommenden zwei bis drei Wochen finden noch drei weitere Öffi-Treffs in Tirol statt: Am 23. November in Telfs, am 29. November in Jenbach und am 6. Dezember in Kitzbühel.

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