09.02.2018, 09:39 Uhr

Kufsteiner Nachtgespräch geht in die dritte Runde

Wann? 01.03.2018 19:30 Uhr

Wo? Kultur Quartier, Theaterplatz 1, 6330 Kufstein ATauf Karte anzeigen
Die Außenpolitik-Expertin Verena Nowotny bietet ein differenziertes Bild der komplexen Entwicklungen in China. (Foto: Verena Nowotny)
Kufstein: Kultur Quartier |

China-Expertin Verena Nowotny spricht am 1. März über die "Supermacht China".

KUFSTEIN. Das Kulturreferat der Stadtgemeinde Kufstein lädt am Donnerstag, den 1. März zum dritten Kufsteiner Nachtgespräch ins Theater des Kultur Quartiers. Dort lädt China-Expertin Verena Nowotny ab 19:30 Uhr zu ihrem Vortrag "Supermacht China – Chance oder Bedrohung?“. China geht uns alle an: zahllose Produkte, die wir konsumieren, sind „made in China“; die Weltkonjunktur steigt und fällt mit der chinesischen Wirtschaftsentwicklung und nicht zuletzt verschiebt sich auch die politische Einflussnahme zugunsten des „Reichs der Mitte“. Im Anschluss an den Vortrag findet wieder eine Diskussion mit dem Publikum statt.
Eintrittspreise: 10 Euro/ erm. 5 Euro, Kartenvorverkauf: www.kufstein.at, Stadtamt Kufstein, Tel. 05372-602 100, TVB Kufsteinerland.

China-Expertin Verena Nowotny

Nur wenige europäische Stimmen mischen im Diskurs über China mit: Verena Nowotny, fundierte Außenpolitik-Expertin und Buchautorin, hat zwei Jahre in Shanghai gelebt und bietet ein differenziertes Bild der komplexen Entwicklungen in diesem bevölkerungsreichsten Land der Erde.
Die Wege der Kommunikation führen manchmal an weit entfernte Ecken der Welt. Für Verena Nowotny, geboren 1967 in Linz/Österreich, war schon zu Beginn ihrer Karriere klar, dass sie mit Sprache, aber auch möglichst international arbeiten wollte. Als außenpolitische Sprecherin von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel vertiefte sie ihre Praxis in der internationalen Politik. In den sechs Jahren dieser Tätigkeit absolvierte sie zahllose Auslandsreisen und Staatsbesuche und verantwortete auch die Kommunikation während der österreichischen EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2006.
Das Studium „Political Management“ an der George Washington University führte sie nach Washington D.C., wo sie ihre Master-Arbeit dem Thema widmete, wie Europäer und Amerikaner mit China kommunizieren und welche Strategien dabei am erfolgversprechendsten sind.
2007 ging Verena Nowotny für zwei Jahre nach Shanghai, um dort für die österreichische Förderbank AWS im Bereich des Schutzes geistigen Eigentums zu arbeiten. Diese Zeit in China steigerte ihre Faszination für das Land und seine Menschen nur noch mehr.
Seit 2011 arbeitet Verena Nowotny als selbständige Strategie- und Kommunikationsberaterin in Wien. Jedes Jahr verbringt sie mehrere Wochen in China und anderen Teilen Asiens, um sich vor Ort ein Bild über die neuesten Entwicklungen zu machen. 2014 erschien ihr Buch „China: Situation und Perspektiven des neuen weltpolitischen Akteurs“, das sie gemeinsam mit dem Politikwissenschaftler Roland Benedikter verfasste, um einen umfassenden Überblick über die Herausforderungen zu geben, vor denen die im Jahr 2013 angetretene neue chinesische Führung unter Präsident Xi Jinping steht. „Es gibt keine einfachen Antworten auf die Fragen in China“, so Nowotny. „Viele Entwicklungen in diesem Land wirken widersprüchlich für uns, sind aber aus kulturellen Unterschieden erklärbar. Genauso wie wir ganz natürlich akzeptieren, dass die USA für unser Leben in Europa relevant sind, sollten wir uns dies auch bei China angewöhnen – ohne Angst und ohne Vorurteile.“ 
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