11.01.2018, 14:54 Uhr

Kufsteins Bahnhofsvorplatz als "Vorzeigeprojekt"

Christian Wieser (ÖBB Infra), Hermann Weratschnig (Vizepräs. Tiroler Landtag) und Bgm Martin Krumschnabel.

Offiziell eröffnet: Neuer Busterminal am Bahnhof Kufstein in Betrieb.

KUFSTEIN (nos). Mitte März 2017 wurde mit den umfangreichen Arbeiten für die Errichtung eines neuen Busterminals sowie der "Kiss & Ride"-Anlage samt Taxistellplätzen und einer Shared-Space-Zone am Vorplatz des Kufsteiner Bahnhofs begonnen, mittlerweile konnten die Arbeiten beinah abgeschlossen werden.
Die neue Anlage wurde heute von Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig, Kufsteins Bürgermeister Martin Krumschnabel und ÖBB-Infrastruktur Regionalleiter Christian Wieser eröffnet. Die Kosten der Umgestaltungsmaßnahmen in der Höhe von rund 2,8 Millionen Euro wurden zu 80 Prozent von der ÖBB-Infrastruktur AG über das Verkehrsministerium (BMVIT) finanziert, das Land Tirol leistet eine Mitfinanzierung von 20 Prozent. Die Kosten für die Vorplatzgestaltung wird von der Stadtgemeinde Kufstein getragen.

Für Pendler und Reisende steht ab sofort der neue Busterminal samt Insel für insgesamt sieben Linien- und einen der Stadtbusse zur Verfügung, das bestehende Bahnsteigdach wurde Richtung Busterminal verbreitert und dort auch eine transparente Lärmschutzwand integriert. Die Busse sind damit direkt an die Bahnsteigkante gerückt, wodurch der Umstieg auf die Bahn einfacher werden soll. An der Wrstseite des Hauptgebäudes steht nun die "Kiss & Ride"-Zone für sieben Pkw und sechs Taxis bereit. Der Bahnhofsvorplatz wurde auf Wunsch und mit Finanzierung der Stadt als "Shared-Space" umgesetzt.

„Jeden Tag sind in Tirol 390 Nahverkehrszüge unterwegs, im vergangenen Jahr waren rund 14,3 Millionen Fahrgäste in den Regionalzügen auf Schiene. Moderne Vorplätze samt Busterminal wie hier in Kufstein sind für diese Entwicklung enorm wichtig, denn Bahnhöfe sind ein Eingangstor zum öffentlichen Verkehr“, so Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig. Er sieht die Vorplatzgestaltung mittels "Shared-Space" auch als "österreich-weites Paradebeispiel".
Für Bürgermeister Martin Krumschnabel hat die Stadt Kufstein einen Mehrwert durch den neuen Bahnhofsvorplatz samt Busterminal: „Wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, kommt am Ende etwas Gutes und Erfreuliches für die Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs heraus. Der neue Vorplatz am Bahnhof Kufstein sowie der neue Busterminal ist ein wichtiges Symbol für kundenfreundliche Mobilität. Diese Abwicklung – es wurde ja überall rundum gebaut – war nicht einfach, aber sehr kooperativ.“
Regionalleiter Christian Wieser (ÖBB-Infrastruktur AG): „Moderne Infrastruktur bedeutet für die Kunden einen einfachen, barrierefreien Zugang zur Bahn. Das ist hier mit dem neuen Vorplatz am Bahnhof Kufstein mustergültig gelungen. Mein Dank gilt allen beteiligten Partnern, den ÖBB Mitarbeitern, den Planern sowie den bauausführenden Firmen.“ Die logistische Abwicklung des Projekts bei Vollbetrieb des Bahnhofs mit möglichst wenig Einschränkungen für die Fahrgäste sei die größte Herausforderung gewesen. Nun habe die Festungsstadt ein "Vorzeigeprojekt" nach internationalen Standards, so der Regionalleiter.

Wieser ließ auch anklingen, dass die Planungen für ein Park&Ride-Gebäude an der Zeller Ladestraße mittlerweile weit vorangeschritten seien. "Wir werden vermutlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 mit dem Bau beginnen können", so Wieser über das Parkhaus-Projekt. 

Das wurde am Kufsteiner Bahnhof gebaut

  • 545 m² neue Betonfahrbahn 
  • 2.500 m² neue Asphaltflächen
  • 1.100 m² Betonplatten in der Shared-Space-Zone
  • 1.030 m² Betonplatten im Bereich Busterminal und Mittelinsel
  • Gesamtumbaufläche rund 5.175 m²
  • Neue Fahrleitungsmasten im gesamten Bahnhofsbereich
  • 7 Busplätze
  • 1 Stadtbusplatz
  • 2 PKW-Abstellplätze für mobilitätseingeschränkte Reisende
  • 7 Kiss & Ride Plätze
  • 6 Taxistandplätze
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