31.08.2014, 13:30 Uhr

Mittelalterliches Spektakel vor dem Matzenpark

(Foto: Veranstalter)
Reith im Alpbachtal: Matzenpark |

Über 200 Gaukler, Ritter und fahrende Händler lassen am 20. und 21. September die düstere Zeit des Mittelalters wieder aufleben.

Wenn die Schwerter im Schaukampf aufeinanderprallen, Narren und Schausteller um die Gunst der Besucher buhlen und die Händler ihre bunten Marktstände anpreisen, dann hat das große Spektakel auf dem Festgelände direkt neben dem Matzenpark begonnen. Für zwei Tage wird das Gelände beim Gut Matzen zum Schauplatz für ein großes Mittelalterfest, das hier am 20. und 21. September erstmals ausgetragen wird.

Drei Vereine - ein Fest

Die Idee dafür hatten drei Tiroler Mittelaltervereine. Darunter die Schaukampfgruppe „Ausfall“ aus Innsbruck, die Ritter der „Dresch-Flegel“ aus Weerberg und der „Stählerne Haufen 1499“ aus Schwaz, eine Gruppe von Landsknechten und Trossweibern. Klingt nach vielen Leuten und ist es auch.
„Über 200 Mitwirkende werden in die düstere Zeit des Mittelalters zurückführen und den Besuchern zeigen, welche Sitten damals herrschten“, sagt Matin Lieb von „Die Dresch-Flegel“, der das Fest gemeinsam mit dem Ausfall-Chef Gregor Nedl und Lucia Heigl von der Schwazer-Truppe organisiert.
„Jeder von uns hat schon mittelalterliche Feste ausgetragen, aber um etwas derart großes auf die Beine zu stellen, braucht es alle drei Vereine“, sind sich die Organisatoren einig.
Gemeinsam haben sie ihre Mitglieder mobilisiert, die dann mit zahlreichen fahrenden Händlern, mittelalterlichen Handwerkern, Feuerschluckern und Akrobaten für ein Großaufgebot samt Ganztagesprogramm sorgen werden.

Programm für alle Altersgruppen

Um 10 Uhr beginnt das Fest am 20. September mit dem Morgensalut der Landsknechte. Waffenpräsentationen mit Spieß und Hellebarde wechseln sich dann mit Erzählungen im Märchenzelt für die Jüngsten ab.
Für alle Interessierten werden mittelalterliche Spiele vorgestellt, die zum Ausprobieren einladen. Kinder können sich im Stelzenlaufen üben, sie lernen alte Spiele wie das Ringelstechen und Sackschlagen kennen und beweisen sich im Zahlenwurf. Und wie die mittelalterlichen Heere im Zeltlager hausten, wird von lagernden Gruppen dargestellt. Interessierten gewähren sie Einblicke in ihre Zelte, wo Rüstungen und Schwerter hautnah in Augenschein genommen werden können.

Handwerkskunst und alte Speisen

Vorgeführt werden auch mittelalterliche Tänzen, die Schwertkämpfe dürfen natürlich nicht fehlen. Theatereinlagen mit Figurenspiel und Feuerakrobatik unterhalten kleine wie große Besucher. Vielerlei mittelalterlichen Tand zum Stöbern und Staunen findet man bei den zahlreichen Handwerkern und Händlern im großen Zeltgelände.
Dem Bogenbauer und Waffenschmied kann man hier bei der Arbeit zusehen und sogar ein Barbier wird nach alter Kunst die Bärte der Besucher stutzen. Selbst die Speisen und Getränke werden nach alten Rezepten hergestellt. „Es gibt sehr vieles zu entdecken und wir legen besonderen Wert darauf, dass die Besucher auch selbst mitmachen können“, so Martin Lieb.
Daher seien gerade die kleinen Besucher aufgefordert, sich bei der Erstürmung der Festung, einem der vielen Highlights, zu beteiligen. Der Eintritt ist frei, um freiwillige Spenden wird gebeten. Am Samstag endet das Spektakel um 21.30 Uhr mit einer großen Feuershow. Und am Sonntag wird von 10 bis 16.30 Uhr gekämpft, gefeiert und getanzt.
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