09.01.2018, 11:16 Uhr

Kufsteiner Grüne holen Gebi Mair zur Diskussion in's "Café"

Das Grüne Team für die Landtagswahl (Platz 1-6 auf der Landesliste) – v.l. Jicha, Altenweisl, Felipe, Kaltschmid, Mair, Fischer (Foto: Grüne)

Wie regiert man eigentlich? Oder genauer gefragt: Wie regiert man eigentlich in Tirol?Dieser Frage möchte das "Philosophische Café" mit dem Grünen Klubobmann im Tiroler Landtag, Gebi Mair, nachgehen – Donnerstag, 18. Jänner, ab 19.30 Uhr in der Arche Noe, Kufstein.

KUFSTEIN (red). 2013 traten die Tiroler Grünen nach vielen Jahren der Oppositionsarbeit in Tirol erstmals in die Landesregierung ein. Viele Jahre war geübt worden, wie man kontrolliert: Transparenz herstellen, Fehler aufzeigen, bessere Vorschläge machen. Versprechen ohne Reue, auch das ist ein Privileg der Opposition. Von der Regierung wird jedoch anderes erwartet: Politische Ideen sollen auch umgesetzt werden. Die Menschen sollen etwas davon spüren. Und zwar am besten das gesamte Programm - und zwar sofort.

Einige Diskussionen wurden in den vergangenen Jahren durchaus öffentlich geführt, beispielsweise jene über das Ruhegebiet Kalkkögel.
Andere Diskussionen nicht so – so wissen beispielsweise nur wenige, wie viel politischer Aufwand es tatsächlich war, die Öffi-Tarifreform durchzusetzen.

Das Philosophische Café bietet die Möglichkeit, im direkten Gespräch mit dem Grünen Klubobmann Gebi Mair Hintergründe und Begebenheiten hinter den Kulissen zu erfahren. Er wird dabei ungeschminkt auch darüber sprechen, welche Projekte die Grünen umsetzen wollten und welche nicht zustande kamen. Immer gibt es auch konkrete politische Interessen, die dagegen stehen und auch Personen, die Projekte nicht zulassen wollten. Und es soll auch die Möglichkeit geben, über die Gründe für die Grüne Niederlage bei der Nationalratswahl zu reden.

Die Landtagswahl am 25. Februar wird auch darüber entscheiden, ob es die Grünen in Österreich weiterhin gibt, oder ob das das Ende der parlamentarischen Öko-Bewegung ist. Gerade im Umweltbereich zeige sich, "wie dringend Tirol die Grünen braucht", meinen sie zumindest selbst.

Im Bezirk Kufstein sollte aus dem Naturschutzgebiet Kaisergebirge schon längst ein Naturpark werden und eine Ausweitung des Schutzgebietes auf den Niederkaiser wäre ebenso dringend, meint das "Offene Grüne Forum Kufstein". Die Verkehrssituation in Kufstein zeige außerdem, "wie notwendig Maßnahmen gegen überbordenden LKW-Transit und PKW-Ausweichverkehr sind". Viel wurde vor den Nationalratswahlen von allen Parteien versprochen. "Wir werden uns anschauen, wie die FPÖ, jetzt in der Regierung, ihre Versprechen umsetzt. Überhaupt wollen wir in Tirol nicht, dass die FPÖ mit einer schwarzblauen Landesregierung durch die gesamte Republik durchregieren kann. Wir wollen keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt, auf den sozialen Zusammenhalt und auf die Grund- und Freiheitsrechte aller Menschen haben. Wir wollen den vernünftigen Tiroler Weg mit einer grünen Regierungsbeteiligung weitergehen", so die Grünen.

Im Vorfeld der Landtagswahl am 25. Februar 2018 sei dies "ein wichtiges Philosophisches Café" für die Grünen: "Wir müssen nämlich auch deutlich sagen: Wenn es den Tiroler Grünen nicht gelingt, bei der Landtagswahl erfolgreich zu sein, dann wird das auch Auswirkungen auf die Kufsteiner Grünen haben, und nicht nur finanzieller Natur. Wir möchten an diesem Abend auch dazu einladen, eigene Ideen und Vorschläge einzubringen. Weil wir glauben, dass Tirol die Grünen braucht", so die Café-Organisatorinnen Katharina Juffinger und Sarah Pfeifer.

Philosophisches Café: "Was heißt grün regieren?"
Referent: Gebi Mair, Klubobmann der Tiroler Grünen im Landtag

Donnerstag, 18. Jänner, ab 19.30 Uhr in der Arche Noe, Kufstein
Organisation der Veranstaltung: OGF Kufstein und Grüne Bildungswerkstatt Tirol.
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