23.11.2017, 07:00 Uhr

Kärntner Fabrik bringt Leben in Projekte

Die Design Denker: Steven Ney mit Andrea Binggeli und Martine Uster im Klagenfurter Weiss-Büro (Foto: fritzpress)

Das Institut Weiss nimmt sich schlummernder Ideen in Kärntner Firmen an und entwickelt Geschäftsmodelle.

KLAGENFURT. "In Unternehmen schlummern viele Ideen für Geschäftsmodelle", weiß Expertin Andrea Binggeli. In der neuen "Foundership Factory" will sie diesen – gemeinsam mit Weiss-Geschäftsführerin Martina Uster – Leben einhauchen. "Wir entwickeln außerhalb der Firmen Geschäftsmodelle und bringen so Startups auf den Weg", sagt Binggeli. Die Entwicklung wird von Unternehmen gesponsert; junge Interessierte setzen die Geschäftsmodelle dann um. Der Vorteil: "Nachdem Firmen die Entwicklung finanzieren, haben diese große Chancen auf Erfolg", ist Uster überzeugt.
Als klassische Startup-Betreuung sei die Arbeit von der Foundership Factory nicht zu verstehen. Denn: Am Beginn steht die Idee und der Glaube von Unternehmern daran; die Umsetzer kommen erst im Laufe der Entwicklung dazu. Sie können dann Beteiligungen am Startup bekommen, oder als Geschäftsführer fungieren. "Die Factoy ist eine gute Ergänzung zum Ökosystem in Kärnten", ist Binggeli überzeugt.

Ethik und Innovation

Für Geschäftsführerin des Wirtschaftsethik-Instituts Weiss sind ethische Überlegungen bei den Ideen in großer Bedeutung. "Ethik ist ein großer Motor für Innovation", sagt sie. Häufig haben die Geschäftsmodelle mit ökologischen Themen zu tun.
Derzeit werden in den Kreativ-Räumen von Weiss in Klagenfurt drei Projekte entwickelt (siehe Infobox). Die Methode: "Design Thinking". Die Teilnehmer versetzen sich in die Rolle des Nutzers eines Produktes. "Er steht im Mittelpunkt", so Uster. Sehr rasch beginnt dann der Bau von Prototypen, die getestet und weiterentwickelt werden. So berücksichtige man stark die Bedürfnisse von Kunden. "Wir müssen dieses neue Denken zu den Unternehmen bringen", sagt Uster. "So entwickelte Öko-Innovationen sind die Themen der Zukunft."

Campus im Mölltal

Eines der Projekte ist der "Alpine Nature Campus 4.0" im Mölltal. Uster: "Wir schnüren spezielle Packages mit der Frage: Was kann man von der Natur lernen?" Verantwortlich ist Pro-Mölltal-Obfrau Sabine Seidler. Seit zwei Jahren engagiert sie sich für neue Ideen. "Hier denken wir quer – mit völlig innovativen Methoden", umreißt sie die Arbeit in der "Foundership Factory".
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