27.11.2017, 18:00 Uhr

Beamte: Gehaltsabschluss in OÖ – plus 2,33 Prozent für zwei Drittel der öffentlich Bediensteten

Landeshauptmann Thomas Stelzer sowie die Landesräte Max Hiegelsberger und Christine Haberlander mit Vertretern der Gewerkschaften (re.) (Foto: Land OÖ)

OÖ. Die zweite Gehaltsverhandlungsrunde zwischen Vertretern des Landes OÖ und den Gewerkschaftsvertretern führte bereits zu einer Einigung.

Alle oberösterreichischen Beamten, die bis zu 3.400 Euro brutto verdienen, dürfen sich im nächsten Jahr über ein Gehaltsplus von 2,33 Prozent freuen. "Wir mussten aufgrund des Bundesabschlusses von 2,33 Prozent auch Seitens der Dienstgeberseite Bewegung zeigen, das war uns klar“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).
Für alle Landesbediensteten, die mehr als 3.400 Euro brutto verdienen, gibt es im nächsten Jahr einen zusätzlichen Fixbetrag von 79,2 Euro. Für jene, die bis zu 4.236 Euro verdienen wird mit diesem Fixbetrag zumindest die Inflation abgegolten.


Kleine Einkommen profitieren

„Ich bin froh, dass die Vorgabe des ausgeglichenen Budgets halten konnten und trotzdem die kleinen und mittleren Einkommen erhöhen konnten“, so der Landeshauptmann. Der nun vereinbarte Gehaltsabschluss wird das Land OÖ 13 Millionen mehr kosten, als eigentlich geplant. Ursprünglich wollte das Land OÖ die Beamtengehälter nur um etwas mehr als ein Prozent erhöhen. Insgesamt können sich 90 Prozent der Gemeindebediensteten, 77 Prozent der Landesbediensteten und 83 Prozent der Beschäftigten der Landesspitälern über ein Gehaltsplus von 2,33 Prozent freuen. Bei den Statutarstädten Linz, Wels und Steyr werden 80 bis 85 Prozent der Beschäftigen eine Lohnerhöhung von 2,33 Prozent erhalten. „Es war uns ganz wichtig, dass wir speziell kleine und mittlere Einkommen an Lohnerhöhung des Bundes beteiligen – und das ist uns auch gelungen“, sagt Gewerkschaftsvertreter Peter Csar.

Zum Hintergrund:

Oberösterreich wollte den Gehaltsabschluss des Bundes – plus 2,33 Prozent – nicht mittragen und führte aus diesem Grund separate Gehaltsverhandlungen mit den eigenen Beamten.

Zum Thema: Keine Einigung bei den Beamtengehältern
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