"Jeder hat sein Bündel zu tragen"

v.l. Emmi, Tschinkerl und der "Doktor"
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Wo: Pfarrsaal, Pfarrgasse, 6542 Pfunds auf Karte anzeigen

PFUNDS (das). Am Samstag, 18.11.17 um 20:00 Uhr war es soweit: die Heimatbühne Pfunds lud zur Premiere ihres Stücks "Die geputzten Schuhe" in den ausverkauften Pfarrsaal.
Das Leben könnte so schön sein, aber ein teilweise selbst verschuldetes Schicksal hat sie aus der Bahn geworfen und so pendeln die drei Hauptprotagonisten Emmi (Martina Pedroß), Tschinkerl (Hans Thöni) und der "Doktor" (Bruno Netzer) zwischen ihrer
Schlafstätte und der Branntweinstube von Wirt Hober (Thomas Thöni), die ihnen
vorübergehend etwas Wärme bietet.  So ist der Alkohol ein ständiger Begleiter im tristen Leben der drei und auch teilweise die vermeintliche Lösung der Probleme. Die Rückblenden und Visionen erzählen die Geschichten eines verpfuschten Lebens, so verliert der junge Doktor (Matthias Pedroß) nach einem missglückten Eingriff seine Existenz, die junge Emmi (Julia Öttl) gibt ihr Kind zur Adoption frei und auch Tschinkerl hat ein berührendes Schicksal. Noch einmal blitzt die Möglichkeit eines Neuanfanges in Form einer Erbschaft auf, doch es sollte anders kommen...

"Die Heimatbühne Pfunds wollte neue Wege gehen, darum haben sie mich aus dem Ötztal geholt, wie man unschwer überhören kann!" eröffnete Spielleiter Lukas Leiter die Premiere.
"Es war eine sehr lehrreiche und spannende Zeit für mich", ergänzte Leiter.

Gebeutelt vom Schicksal und getreu dem Motto "jeder Mensch hat ein Schicksal" bekamen die Zuschauer einen Einblick, wie schnell das Leben
aus den Fugen geraten kann, charmant, witzig und anschaulich von den Darstellern vermittelt. Eine Sandlerballade die auch mit den wechselnden Bühnenbildern und Protagonisten stark überzeugen konnte, die vermeintlichen "Nebendarsteller" Irene Menzel (Sandra Öttl), Kriminaler (Georg Eberhart), Ober (Josef Lechtaler), Florian Mairhofer (Piccolo) und Sabine Petrasch (Fürsorgerätin) sorgten für ein authentisches Bild um die Geschichten zu erzählen. Die Mischung aus Humor, Selbstironie und Tragik, gewährte ein Wechselbad der Gefühle und beim emotionalen Finale blieb kein Auge trocken.

Nach der Premiere lud die Heimatbühne, ganz nach Sandlertradition, zu Kastanien und Glühwein im Freien und man ließ den Abend gemütlich ausklingen.

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