Nachhaltige Gemeinde
Bewässerung, Brandschutz und Amphibien in Stanz
- LHStv. Josef Geisler, Stefan Nothdurfter und Bgm. Ferdinand Beer bei der Eröffnung.
- Foto: Land Tirol/Jansenberger
- hochgeladen von Thomas Seelos
Mit der feierlichen Eröffnung eines neuen Bewässerungs- und Löschwasserteichs in Stanz bei Landeck wurde ein wichtiges Projekt für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung und die Sicherheit der Gemeinde umgesetzt.
STANZ (red). Realisiert von der Wassergenossenschaft Neuer Bach mit Unterstützung des Landes Tirol, erweitert die Anlage das bestehende System und vereint mehrere Funktionen in einer Lösung.
„Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Trockenperioden und steigender Anforderungen an eine verlässliche Wasserversorgung werden solche Investitionen immer wichtiger. Hier wurde zudem eine Lösung umgesetzt, die mehrere Herausforderungen gleichzeitig adressiert. Die Sicherstellung der Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen in einer niederschlagsarmen Region und die Bereitstellung von Löschwasser greifen hier sinnvoll ineinander. Solche durchdachten Projekte sind ein wichtiger Beitrag, um Infrastruktur langfristig verlässlich und widerstandsfähig zu gestalten“,
betont LHStv. Josef Geisler.
Doppelte Funktion, doppelter Nutzen
In den inneralpinen Trockenregionen des Tiroler Oberlands ist Wasser seit jeher ein besonders wertvolles Gut. Gemeinden wie Stanz bei Landeck verfügen im Vergleich zu anderen Landesteilen über deutlich geringere Niederschlagsmengen. Mit durchschnittlich rund 600 Millimetern Jahresniederschlag bleibt die Region klar hinter niederschlagsreicheren Gebieten zurück.
Der neue Speicherteich mit einem Fassungsvermögen von rund 1.200 Kubikmetern – also etwa 1,2 Millionen Litern Wasser – sorgt für Abhilfe und sichert damit die Versorgung von rund 58 Hektar landwirtschaftlicher Fläche langfristig ab. Gleichzeitig erfüllt der Teich eine wichtige Funktion als Löschwasserreserve.
„Für uns als Gemeinde ist der Löschwasserteich ein ganz wesentlicher Fortschritt. Im Ernstfall müssen wir uns darauf verlassen können, dass ausreichend Wasser schnell verfügbar ist – genau das ist jetzt gegeben. Gleichzeitig sehen wir, dass die Anlage auch der Landwirtschaft hilft. Das macht das Projekt für uns doppelt sinnvoll“,
freut sich Bürgermeister Ferdinand Beer.
Neben dem Speicherbecken wurde auch ein Kontrollbauwerk zur Steuerung und Überwachung der Drainagewässer, ein Einlauf- und Entnahmebauwerk errichtet sowie die Anpassung des bestehenden Verteilerbauwerks vorgenommen. Insgesamt investierten Land Tirol, Gemeinde und Genossenschaft rund 665.000 Euro in das Projekt.
Neben der funktionalen Nutzung wurde auch der ökologische Aspekt berücksichtigt: Im Zuge des Projekts entstand ein eigener Amphibienteich, der neue Lebensräume für heimische Arten schafft.
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