Das Kreuz – zentrales Symbol unserer Geschichte

Im Rahmen der "Europavesper" wurde dieses Kreuz am Heldenplatz errichtet. Die Inschrift erinnert daran:Im Kreuz ist Hoffnung Johannes Paul II Österreichischer Katholikentag 1983
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Kreuz-Gedanken eines europäischen Heiligen zum Nationalfeiertag

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Der erste Pastoralbesuch von Papst Johannes Paul II. in Österreich vor 34 Jahren war zweifellos ein katholisches "Mega-Event", das viele Menschen in seinen Bann zog, auch jene, die selten oder nie eine Kirche betreten. Das Glaubensfest hatte das Motto "Hoffnung leben - Hoffnung geben".
Einer der Höhepunkte des Festes war die visionäre Europa-Vesper auf dem Wiener Heldenplatz. Diese Andacht gehört zu den Sternstunden des österreichischen Katholizismus gegen Ende des letzten Jahrhunderts und wies den Blick auf ein gemeinsames Europa.
Dieser eröffnende Gottesdienst mit der Aufstellung des Kreuzes am Heldenplatz hat - in seinen Texten und im Symbol des Kreuzes - nichts an Aktualität, Kraft und Provokation verloren.
Die abschließenden Gedanken aus der Predigt von Papst Johannes Paul II.- der mittlerweile als Heiliger verehrt wird - mögen uns zum Nationalfeiertag daran erinnern:

Österreichs Verantwortung im Herzen Europas

„Österreich bemüht sich, wie in der Vergangenheit, auch heute seiner besonderen Verantwortung und Aufgabe im Herzen Europas zu entsprechen. Euer Land setzt sich mit Nachdruck ein für Frieden und Völkerverständigung, für soziale Gerechtigkeit, für die Beachtung und Förderung der Menschenrechte auf nationaler und internationaler Ebene. Ihr selbst habt Tausende von Flüchtlingen und Hilfesuchenden aufgenommen; Gäste aus aller Herren Länder kommen in Euer Land und finden bei Euch freundliche Aufnahme und Erholung. Ihr habt nicht nur von hochherzigen Helfern in Zeiten der Not wirksame Unterstützung empfangen, sondern auch selbst die Nöte anderer Länder, darunter auch meiner polnischen Heimat, hilfsbereit gelindert. Das Bekenntnis zur europäischen Solidarität lässt Euch auch nicht die Augen vor der Not und Hilfsbedürftigkeit außereuropäischer Gebiete verschließen.

Ihr Christen in Österreich und in allen Ländern des Kontinents!

Gebt Zeugnis von der tiefen christlichen Verwurzelung der menschlichen und kulturellen Werte, die Euch - und ganz Europa - heilig sind, die seine Vergangenheit so entscheidend geprägt haben und auch seine Zukunft zu gewährleisten vermögen. Zeigt Euch würdig jener Glaubensbrüder, die auch heute noch für ihre religiösen Überzeugungen und für ihre christliche Lebensführung Verfolgung leiden und schwere Opfer bringen müssen. Habt Mut und Entschlossenheit, Euch auch in der Politik und im öffentlichen Leben aus christlicher Verantwortung für das Wohl des Menschen und der Gesellschaft im eigenen Land und über alle Grenzen hinaus einzusetzen.

Das Zeichen des Kreuzes

Im Kreuz ist Hoffnung für eine christliche Erneuerung Europas, aber nur wenn wir Christen selbst die Botschaft des Kreuzes ernst nehmen.
Kreuz besagt: Das Leben für den Bruder einsetzen,
um es zusammen mit dem seinen zu retten.
Kreuz besagt: Liebe ist stärker als Hass und Rache -
Geben ist seliger als Nehmen -
Sich-selbst-einsetzen bewirkt mehr als bloßes Fordern.
Kreuz besagt: Es gibt kein Scheitern ohne Hoffnung -
keine Finsternis ohne Stern -
keinen Sturm ohne rettenden Hafen.
Kreuz besagt: Liebe kennt keine Grenzen:
beginne mit dem Allernächsten und vergiss nicht den Fernsten.
Kreuz besagt: Gott ist immer größer als wir Menschen,
größer als unser Versagen - Leben ist stärker als der Tod.
Als Jünger Christi seid Ihr, liebe Brüder und Schwestern, aufgerufen, aus der Kraft des Kreuzes Christi durch Euer hoffnungsvolles Wort und christliches Lebensbeispiel den Menschen von heute in ihrer mannigfachen Bedrohung und Verwirrung die befreiende Antwort und Hoffnung zu geben.
Und pflegt in allem das Gebet!
Entscheiden wir uns dazu und legen wir diesen Entschluss unter das Kreuz Christi, des Herrn aller Geschichte. Denn in seinem Kreuz ist wirklich Hoffnung und Heil!
Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich,
denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. Amen.“

Im Rahmen der "Europavesper" wurde dieses Kreuz am Heldenplatz errichtet. Die Inschrift erinnert daran:Im Kreuz ist Hoffnung Johannes Paul II Österreichischer Katholikentag 1983
"Hoffnung leben - Hoffnung geben" war das Motto des letzten großen österreichischen Katholikentages. Unter dem Wegweiser des Kreuzes zielte der Weg auf ein versöhntes und geeintes Europa.

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