TFBS Landeck und LLA Imst machen gemeinsame Sache

Sogar Tipps von Haubenkoch Martin Sieberer gab es für die Schüler.
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  • Sogar Tipps von Haubenkoch Martin Sieberer gab es für die Schüler.
  • hochgeladen von Daniel Schwarz
Wo: TFBS, Kreuzg. 9, 6500 Landeck auf Karte anzeigen

IMST/LANDECK (das). "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr", das ist wohl das passenste Sprichwort um das von der LLA und der TFBS (Fachberufschule für Tourismus) Landeck ins Leben gerufene Projekt "Kooperation Tourismus und Landwirtschaft" zu umschreiben. Dabei geht es vorrangig um einen Schulterschluß der beiden berufsbildenden Schulen bei der Bewusstseinsbildung rund um regionale Lebensmittel und deren Verwendung in der Gastronomie. Die Schüler, und damit die zukünftigen Produzenten und Verwerter der Milch- oder Fleischprodukte besuchten die jeweilig andere Schule und absolvierten einen praxisnahen Unterricht. Dabei stellten die angehenden Köche und Landwirte aus der selbst gemolkenen Milch gemeinsam Topfen und Jogurt her. Auch die Käseherstellung und die Milchverarbeitung im allgemeinen wurde anhand von praktischen Beispielen gezeigt. "Jetzt weiß ich erst, wie eine Zentrifuge aussieht" meinte einer der Kochlehrlinge nach der Praxiseinheit an der LLA.

Platter stolz auf die Jugend
Als enorme Wertschätzung des Projekts der beiden Schulen stattete der Landeshauptmann Günther Platter den Schülern einen Besuch ab. "Der Tourismus und die Landwirtschaft sind Geschwister, ohne Landschaftspflege wäre Tirol nicht eines der schönsten Fleckchen Erde," lobte der Landeshauptmann die Arbeit der Bauern im Land. Projekte wie die Kooperation der beiden Schulen und die Sensibilisierung der Schüler für regionale Lebensmittel sei der richtige Weg. "Die angehenden Köche sollten die Regionalität der verwendeten Produkte und die vom Produzenten geleistete Arbeit schätzen lernen", erklärte Mitinitiator Direktor der LLA Josef Gstrein den Hintergrund der Kooperation.

Das Erlernte anwenden
Dies zeigte sich am darauffolgenden Tag, als die Schüler der LLA zu Gast in der TFBS für Tourismus/ Handel waren und die selbst hergestellten Produkte verarbeiteten. Jedem Schüler der LLA stand ein Schüler der TFBS mit Rat und Tat zur Seite. In diesem Zuge wurde ein wirklich tolles Menü gezaubert und es konnte der ein oder andere Geheimtipp ausgetauscht werden.
In den Betrieben kann bereits ein Umdenken bezüglich Qualität und regionalen Produkten festgestellt werden. "Der Trend geht immer mehr Richtung Regionalität, somit ist das eine Win- Win Situation für beide Sparten" erklärte Direktor Günther Schwazer von der Fachberufschule für Tourismus. Diesem stimmte auch Haubenkoch Martin Sieberer zu, der extra in die TFBS angereist war. "Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie wertvoll ein Lehrling ist, der bereits Erfahrungen in der Landwirtschaft gemacht hat. Ich habe einige Top- Leute aus der LLA unter mir gehabt!" ist sich der Haubenkoch sicher.

Viel Stoff für die nächsten Jahre

So endeten drei Projekttage mit einem ausgezeichneten Menü von Graukassuppe, Beiried als Hauptgang und eine Kreation aus Topfen und Jogurt als finales Dessert, welches in höchstem Maße vom Haubenkoch gelobt wurde.
Die Direktoren der beiden Schulen sind sich sicher: "Wir haben dem Landeshauptmann in die Hand versprochen, dass wir mit diesem Projekt weitermachen. Hierfür gibt es eine sehr große Spielwiese für die nächsten Jahre!"

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