Großraubtiere im Bezirk Landeck
UPDATE: Bär & Wolf sorgen für Aufregung
- Der Wolf und der Bär sorgen für Aufregung im Bezirk Landeck. Es gibt bereits aktive Abschussverordnungen.
- Foto: Bergringfoto/Fotolia
- hochgeladen von Franz Staudinger
Im Bezirk Landeck häufen sich die Meldungen über Vorfälle mit Großraubtieren. Vier Gemeinden sind aktuell besonders betroffen.
BEZIRK LANDECK. In Pfunds sorgen tote Esel für Diskussionen um einen möglichen Bärenangriff, während in Nauders der Verdacht auf einen Wolf zu einer Abschussverordnung geführt hat. Auch in Ischgl wurde ein Wolf aktiv. UPDATE: Vor Kurzem wurde ein totes Pony in Fiss gefunden.
Meister Petz in Pfunds
In Pfunds wurden zwei tote Esel gefunden. Kurze Zeit später wurde auch ein totes Pferd aufgefunden. Nach amtstierärztlicher Begutachtung besteht der Verdacht auf Beteiligung eines großen Beutegreifers. Im Gebiet des Pferde-Fundortes konnte am Sonntag die Präsenz eines Braunbären nachgewiesen werden. Die Landesregierung betont jedoch, dass es keinen Anlass gebe, von einer erhöhten Gefahr auszugehen: Die in Tirol beobachteten Bären seien scheu, Begegnungen mit ihnen sehr selten. Trotzdem ruft das Land die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf. Sichtungen oder verdächtige Spuren sollen umgehend über die offizielle Website oder bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft gemeldet werden.
Der Wolf in Nauders
In Nauders liegt der Verdacht bereits klarer: Ein totes Schaf und vier verletzte Tiere - von denen zwei so schwer verletzt waren, dass sie getötet werden mussten - sprechen nach amtstierärztlicher Begutachtung für einen Angriff durch einen Wolf. Die Landesregierung reagierte mit einer Abschussverordnung für einen sogenannten "Schadwolf". Sie gilt acht Wochen lang in einem Umkreis von zehn Kilometern rund um den Fundort. Die Jägerschaft wurde entsprechend informiert. Diese Verordnung ist nicht die erste ihrer Art: Allein in diesem Jahr wurden in Tirol bereits 16 Abschussverordnungen erlassen, von denen vier umgesetzt werden konnten. Der Bezirk Landeck ist nun mit der neuen Regelung in Nauders Teil dieser landesweiten Entwicklung. Auch in diesem Fall bittet das Land um aktive Mithilfe der Bevölkerung, jede Sichtung oder auffällige Beobachtung kann über ein eigenes Online-Formular gemeldet werden.
Tote Tiere in Ischgl
In einem Almgebiet im Gemeindegebiet von Ischgl wurden am 29. Juli und am 1. August 2025 ebenfalls insgesamt vier tote Schafe aufgefunden. Nach amtstierärztlicher Begutachtung besteht der Verdacht auf die Beteiligung eines Wolfes. Die Tiroler Landesregierung hat aufgrund der wiederholten Rissereignisse gemäß den gesetzlichen Vorgaben umgehend eine Abschussverordnung für einen Schadwolf erlassen. Die Verordnung ist mit der Kundmachung in Kraft getreten und gilt für die Dauer von acht Wochen in einem Umkreis von zehn Kilometern, ausgehend vom Ort des Ereignisses. Die zuständige Jägerschaft ist bereits informiert.
- Ein Wolf soll mehrere Schafe im Gemeindegebiet von Nauders verletzt und getötet haben.
- Foto: Symbolbild: MEV
- hochgeladen von Günther Reichel
Online-Formulare
Verhaltenstipps im Falle einer Begegnung mit einem Bären finden sich unter www.tirol.gv.at/bärenbegegnung. Weitere Informationen finden sich unter www.tirol.gv.at/baer_wolf_luchs.
Update: Totes Pony in Fiss aufgefunden
Im Gemeindegebiet von Fiss (Bezirk Landeck) wurde am Donnerstag, den 14. August 2025 ein totes Pony aufgefunden. Nach amtstierärztlicher Begutachtung besteht bei diesem Ereignis der Verdacht auf Beteiligung eines Bären. Zur weiteren Abklärung anderer möglicher Ursachen wurden Tupferproben entnommen und an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien gesendet.
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