Hotel Hochfinstermünz
Verwirrung um angebliche Sanierungsarbeiten im Herbst
- Hochfinstermünz - kehrt in den alten Gemäuern wieder neues Leben ein?
- Foto: Thomas Seelos
- hochgeladen von Thomas Seelos
Seit vielen Jahren schläft das altehrwürdige Hotel Hochfinstermünz den Schlaf der Gerechten. Das ehemalige Grandhotel ist nur mehr ein Schatten seiner selbst. Doch nun sollen Umbau- und Sanierungsarbeiten beginnen - wenngleich mit einem großen Fragezeichen.
NAUDERS (tos). Der MeinBezirk Landeck Redaktion wurden Informationen übermittelt, wonach noch heuer im Herbst mit den Arbeiten begonnen werden sollen. Demnach soll ein Kaffeehausbetrieb entstehen, auch Zimmer und Parkplätze sowie entsprechende Nebenräume sind vorgesehen. Interessanterweise beinhalten die Pläne - welche der Redaktion vorliegen - auch den viel diskutierten Schrägaufzug, der die Festungsanlage Altfinstermünz mit der Reschenstraße und dem Hotel Hochfinstermünz verbinden würde.
Ein Teil des derzeitigen Gebäudes würde abgetragen, auch ein Shop ist vorgesehen. Die Übermittlerin der Informationen (Name der Redaktion bekannt) spricht von einem enormen Sicherheitsrisiko, schweren und schwersten Unfällen die drohen und kritisiert vor allem auch die Parkplätze an der anderen Straßenseite, welche eine Querung der viel befahrenen Strecke durch Fußgänger erforderlich machen würde. Sie appelliert an die Abteilung Verkehrs- und Seilbahnrecht des Amtes der Tiroler Landesregierung, an das Baubezirksamt Imst sowie an die Gemeinde Nauders, dem Projekt die Bewilligung zu versagen.
"Die Damen hat anscheinend mehr Informationen als ich. Von einer Projektrealisierung nach den vorliegenden Plänen im heurigen Jahr weiß ich nichts",
erklärt Bürgermeister Helmut Spöttl auf Anfrage von MeinBezirk. Grundsätzlich sei es aber sehr begrüßenswert, wenn endlich eine Sanierung von Hochfinstermünz erfolgen würde.
"Die Verfasserin des Schreibens kritisiert das Projekt in Bezug auf die Gefährdung hinsichtlich der vorbeiführenden Reschenstraße. Im Zuge einer entsprechenden Verhandlung wird aber sicher auch dieser Umstand ausreichend beleuchtet, sodass ich der Meinung bin, dass es auch dafür Lösungen geben würde",
meint der Gemeindechef. Er sieht jedoch andere Faktoren, welche das Projekt infrage stellen. "Angesichts des derzeitigen Zustandes des Gebäudes habe ich erheblich Zweifel daran, dass hier noch etwas passiert. Entscheiden muss es natürlich der Eigentümer, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Projekt wirtschaftlich zu stemmen ist", so Spöttl.
Eigentümer Peter Strgar zeigte sich in einer ersten Reaktion erstaunt: "Die Pläne sind eigentlich noch nicht öffentlich. Ich werde mich in den nächsten Tagen mit meinen Partnern treffen und dann auch eine Stellungnahme abgeben." Er habe das Gebäude im Andenken an die ehemalige Besitzerin erworben und kenne es, seit er elf Jahre alt ist. Die Gerüchte rund um Hochfinstermünz, es war ja auch schon von einem Bordellbetrieb die Rede, seien "nervig". "Ich möchte nichts anderes als Hochfinstermünz eine Zukunft geben und werde immer wieder kritisiert. Wir nehmen hier viel Geld in die Hand und das muss deshalb auch gut durchdacht werden", so Strgar.
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