23.01.2012, 14:40 Uhr

Bühnengrößen ganz nah sein

Großes Laientheater tat es den Besuchern des Stücks „Der Polstermann“ der Theatergruppe des Gymnasiums Landeck an. Das als „Schwarze Komödie“ bekannte Stück handelt von einem Geschichtenerzähler, der in einem unbenannten totalitären Staat festgenommen worden ist und verhört wird, weil der Inhalt einiger seiner Geschichten Ähnlichkeiten mit einer Reihe von unaufgeklärten Kindermorden aufweist.

Ungeklärt ist auch die Rolle des behinderten Bruders des Geschichtenerzählers, der in Gewahrsam genommen worden ist.

Hier beginnt für den Zuseher ein verstörendes Verwirrspiel: Handelt es sich beim Verhör um eine Willkürmaßnahme des korrupten Polizeiapparates zur Beseitigung von Intellektuellen und Menschen mit geistiger Behinderung – Oder sind die brutalen Ermittler auf der richtigen Spur?

Thema des Stückes ist das Verhältnis von Fiktion und Tatsache. Es stellt sich die provozierende Frage, ob die Grenze zwischen dem „Erfundenen“ und den „Fakten“ eindeutig gezogen werden kann.
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