10.11.2016, 12:00 Uhr

Bundesauszeichnungen für vier Landecker

LH Günther Platter und LTP Herwig van Staa gratulierten Magnus Siehs zur Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich. (Foto: Land Tirol/Frischauf)

Ehrenzeichen und Berufstitel wurde an verdiente Persönlichkeiten aus dem Bezirk Landeck verliehen.

BEZIRK LANDECK. In Vertretung des Bundespräsidenten überreichte LH Günther Platter vergangenen Dienstag Bundesauszeichnungen an 18 Persönlichkeiten aus Tirol, die sich in besonderer Weise um das Land und seine Menschen verdient gemacht haben.
Im Rahmen eines Festaktes im Landhaus würdigte LH Platter diese bemerkenswerten Verdienste um das Gemeinwohl. Die Bundesauszeichnungen seien Ausdruck der hohen Wertschätzung für den Einsatz dieser BürgerInnen in den verschiedensten Bereichen des Berufslebens: „Außerordentliche Leistungen von Menschen wie Ihnen sind für das Funktionieren und den Zusammenhalt der Gesellschaft in Tirol von unschätzbarer Bedeutung. Für Ihren herausragenden Einsatz gebührt Ihnen heute der Dank der Republik Österreich und des Landes Tirol.“

Folgende Auszeichnungen wurden beim Festakt verliehen

Der Bundespräsident hat Herrn Magnus Siehs, ehrenamtlicher Erntereferent der Statistik Österreich aus Grins, die Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.
Ehrenamtliche ErntereferentInnen liefern der Statistik Österreich wichtige Daten für Versorgungsbilanzen und die landwirtschaftliche Gesamtrechnung. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Beschreibung der heimischen Landwirtschaft. Die Informationen über Wachstumsstand, die Erntevorschätzung sowie Ernteermittlung bilden eine unentbehrliche Grundlage agrarpolitischer Entscheidungen. Dieses unentgeltliche Wirken im Dienste der Allgemeinheit verdient öffentlichen Dank.

Der Bundespräsident hat Herrn Medizinalrat Dr. Wolfgang Kopp, Facharzt für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Landeck, den Berufstitel Obermedizinalrat verliehen.
Für die Standesvertretung hat Dr. Kopp bereits seit 1985 wichtige Funktionen in der Ärztekammer für Tirol übernommen: Er wirkte als Obmann der Kurie der Zahnärzte, als Mitglied des Vorstandes, als erster und zweiter Vizepräsident sowie als Mitglied der Bundeskurie Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.
Seit 2006 steht dieser Mediziner der Landeszahnärztekammer für Tirol als Präsident vor. 2011 wurde er mit überwältigender Zustimmung in diesem Amt bestätigt. Außerdem erfolgte seine Wahl zum Vizepräsidenten der Österreichischen Zahnärztekammer. Mit größter Umsicht, viel Weitblick und ausgezeichnetem Engagement erfüllt Dr. Kopp die Zielsetzung des Interessensausgleiches zwischen Zahnärzteschaft, Krankenversicherungen und PatientInnen.
Sein fachliches Können verleiht ihm höchstes Ansehen im KollegInnenkreis und bei den PatientInnen. Als ein Beispiel seines vorbildhaften Wirkens kann die Initiative der Narkosebehandlung von Menschen mit Behinderungen und Kindern an den Bezirkskrankenhäusern angeführt werden. Dr. Kopp hat nicht nur dieses Projekt ersonnen und gestartet, um die Wartezeiten für diese besonders schweren Fälle einer Zahnsanierung in Vollnarkose an der Universitätsklinik Innsbruck zu verkürzen: Er selbst behandelt nach wie vor regelmäßig betroffene PatientInnen im Krankenhaus Zams.

Der Bundespräsident hat Herrn Dipl.-HTL-Ing. Günter Huber, geschäftsführender Gesellschafter der Structure Consult GmbH in Flirsch, den Berufstitel Technischer Rat verliehen.
Seit mehr als 30 Jahren ist Dipl.-HTL-Ing. Huber im Bereich der Geotechnik und des Tunnelbaus tätig. Wertvolle Berufserfahrung sammelte er zunächst als Schicht- und Planungsingenieur im Büro für Fels- und Tunnelbau von Professor Franz Pacher. Lehrgänge an der Technischen Universität Graz und der Montanuniversität Leoben vervollständigten sein Wissen. 1983 trat Dipl.-HTL-Ing. Günter Huber als Geotechniker und Bauleiter in die Ingenieursgesellschaft für Geotechnik und Tunnelbau ein. Der hochqualifizierte Spezialist für die Neue Österreichische Tunnelbauweise gründete 2012 sein eigenes Unternehmen.
Dipl.-HTL-Ing. Huber wurde im In- und Ausland tätig. Er übernahm etwa die geotechnische Betreuung für die Errichtung des Strenger Tunnels im Abschnitt Pians-Flirsch sowie der zweiten Röhre des Roppener Tunnels auf der Inntalautobahn. Insbesondere der Strenger Tunnel stellt aufgrund der geotechnischen Besonderheiten eines der anspruchsvollsten Tunnelbauwerke der letzten Jahrzehnte in Österreich dar.

Der Bundespräsident hat Herrn

Thomas Lechleitner

MSc, Amtsdirektor an der Bezirkshauptmannschaft Landeck, den Berufstitel Regierungsrat verliehen.
Nach Präsenzdienst und UNO-Auslandseinsatz trat der frühere Mitarbeiter des Stadtamtes Landeck 1981 in den Landesdienst ein. Er absolvierte in der Folge als Werkstudent an der Universität Innsbruck und der Donauuniversität Krems eine Ausbildung mit dem Schwerpunkt Management und Informationstechnologie.
Als BH-Koordinator in Sachen Informationstechnologie ist es Thomas Lechleitner gelungen, wichtige Vorhaben für den Bereich der Bezirkshauptmannschaften zu realisieren. Seit mehr als 15 Jahren vertritt er die Interessen des Landes Tirol in verschiedenen Lenkungsausschüssen und Arbeitsgruppen auf Bundesebene. Hervorragendes Engagement und äußerst fundierte Kenntnisse haben dazu geführt, dass dieser Tiroler über Beschluss der Konferenz der Landesamtsdirektoren die gemeinsamen Interessen der Bundesländer beim Projektmanagement-Board beim Bundesministerium für Inneres vertritt. Dieses ausgezeichnete Wirken wird mit dem Berufstitel Regierungsrat gewürdigt.
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