16.10.2014, 10:51 Uhr

Ischgler Siebtelbauern im Probenfieber

Wann? 24.11.2014 20:30 Uhr

Wo? Silvrettacenter, Centerweg, 6561 Ischgl AT
Ischgler Siebtelbauern: Die Premiere findet am 24. November 2014 um 20.30 Uhr im Silvrettacenter Ischgl statt. (Foto: Theaterverein Ischgl)
Ischgl: Silvrettacenter |

Der Theaterverein Ischgl bringt Die Siebtelbauern von Stefan Hellbert auf die Bühne. Die Premiere findet am 24. November 2014 um 20.30 Uhr im Silvrettacenter Ischgl statt. Tickets für die insgesamt sechs Vorstellungen sind ausschließlich an der Abendkassa zum Preis von 12 Euro erhältlich.

ISCHGL. Bekanntheit erlangte das Stück von Stefan Hellbert vor allem durch die Verfilmung von Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky mit Sophie Rois, Simon Schwarz und Julia Gschnitzer in den Hauptrollen. Der Theaterverein Ischgl wagt sich nun an die Bühnenfassung des dramatischen Stoffs. Die Proben dazu laufen seit einigen Wochen auf Hochtouren.
Die Regie hat in bewährter Weise Paul Zangerl inne, der sich von der Thematik begeistert zeigt: „Wenn auch das Stück im Bauernmilieu der Dreißigerjahre des letzten Jahrhunderts spielt, ist es nach wie vor aktuell. In vielen Bereichen, wie Kirche und Politik, darf auch heute ein Knecht kein Bauer, eine Magd keine Bäuerin sein. Alte, tradierte Strukturen sind nicht leicht aufzubrechen. Die Handlung ist spannend und dramatisch. Auch wer nicht zwischen den Zeilen lesen kann oder will, kommt sicher auch auf seine Kosten.“
Die Premiere findet am 24. November 2014 um 20.30 Uhr im Silvrettacenter Ischgl statt. Tickets für die insgesamt sechs Vorstellungen sind ausschließlich an der Abendkassa zum Preis von 12 Euro erhältlich. Die Aufführungen sind für Kinder im Pflichtschulalter nicht geeignet.
Weitere Vorstellungen finden am 26. November, 1. Dezember, 3. Dezember, 8. Dezember und 10. Dezember statt.

Die Siebtelbauern
Das Stück beginnt dramatisch. Der Hillinger, der niemanden mag, und den niemand mag, wird umgebracht. Das ist die Rache seiner ehemaligen Magd Rosalind, der er viel Leid und Unrecht zugefügt hat. Zur Überraschung aller setzt er seine zehn Knechte und Mägde als Erben ein. Nicht die Kirche, nicht seine Verwandtschaft, nicht seine Kumpel vom Wirtshaus-Stammtisch. Ein scheinbar großzügiges Kauf-Angebot des Danningerwirtes lehnen sieben der so plötzlich zu Besitzern gewordenen Dienstboten ab, nur der habgierige Großknecht, der einfältige Sepp und auch die bigotte Gertrud möchten schnelles Geld sehen: „Verfaulen sollt’s an eurer Überheblichkeit, ihr Möchtegernbauern, ihr Siebtelbauern!“, lautet ihr Fluch und ihr Spott.
Die „Siebtelbauern“ müssen nun die Abtrünnigen ausbezahlen. Der Besitz wird so hoch geschätzt, dass ihnen das schließlich nur unter großer Anstrengung gelingt. Unter den Sieben gibt‘s Reibereien, wer nun anschafft, und von den anderen Bauern im Dorf schlägt ihnen Missgunst und blanker Hass entgegen: sie stecken Schwedenreiter in Brand, hetzen Hunde auf ihre Schafe, ja sie schrecken nicht davor zurück, Kühe im Stall der Siebtelbauern zu erschießen. Das Unheil nimmt seinen Lauf!
„A Knecht isch kan Baur, a Diarna ka Bäurin, a Esl ka Ross!“, so dachten sie vor siebzig, achtzig Jahren, und so denken heute noch viele. Das Stück erzählt vom Kampf gegen tradierte Strukturen, von sozialen Gegensätzen, die Anlass zu dramatischen Konflikten geben.
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