03.11.2016, 11:10 Uhr

ORF-TV-Serie „Undercover Boss“ beim ARBÖ in Landeck

Die ORF-Doku-Soup machte im Sommer Station beim ARBÖ-Landeck. Foto:ARBÖ
Landeck: ARBÖ beim Bahnhof |

Am Donnerstag, 03.11.2016 bringt der ORF im Hauptabendprogramm um 20.15 einen Beitrag über die Landecker ARBÖ-Stützpunktleiterin Sabrina Steiner-Knoll aus der neuaufgelegten Serie "Undercover Boss". Angekündigt hat sich das ORF-Drehteam im heurigen Sommer für Dreharbeiten unter dem Titel „Zwei Lehrlinge - ein Ausbildungsplatz“. Sabrina sollte aus zwei Kandidaten den geeigneteren für eine Lehrstelle herausfinden. Als erster Kandidat wurde ihr ein ehemaliger selbständiger Unternehmer, dessen Tischlereibetrieb abgebrannt war und der sich nach einer Scheidung auch beruflich neu orientieren wollte, vorgestellt.


Dass es sich dabei aber um etwas anders handeln musste, war dem Verfasser dieser Zeilen schnell klar – um den weiteren Verlauf nicht zu gefährden, wurde jedoch bis zum Sendetag Stillschweigen vereinbart. Wichtig war vor allem, dass die Stützpunktleiterin Sabrina keinen Verdacht schöpft, was hier wirklich gedreht werden sollte. Denn der vermeintliche, abgerannte Lehrling war in Wirklichkeit niemand anderer als der Generalsekretär des Arbö Gerald Kumnig. Einen ganzen Tag war das Filmteam mit dem „Lehrling“ am Stützpunkt des ARBÖ Landeck unterwegs und versuchte alles was der „Lehrling und die Lehrmeisterin“ unternahmen, in den Kasten zu bringen.

Undercover Boss ist eine britische Doku-Soap des Fernsehsenders Channel 4. Führungskräfte von Unternehmen arbeiten verdeckt („undercover“) als Hilfsarbeiter in der eigenen Firma mit ihren Mitarbeitern zusammen, um dadurch eine unverfälschte bzw. andere Sicht in die Arbeitsabläufe ihres Unternehmens zu erhalten. Seit 2011 gibt es einen deutschen Ableger, der auf RTL zu sehen ist, 2013 startete auch der Österreichische Rundfunk einen Ableger des Formats. Neben Großbritannien, den Vereinigten Staaten und der Schweiz wurden eigene Versionen der Sendung auch für Australien, Norwegen und Kanada produziert.
Führungskräfte von großen Unternehmen verlieren angeblich mit der Zeit den direkten Kontakt zu den Mitarbeitern und der alltäglichen Arbeit in der Praxis. Um dies zu ändern, sollen sie ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter vor Ort als Berufseinsteiger oder Praktikant kennenlernen. Durch Veränderungen von Kleidung und Aussehen (teilweise auch mit Perücken oder falschen Zähnen) soll sichergestellt werden, dass niemand von den Mitarbeitern erkannt wird. Unter dem Vorwand, eine Fernsehreportage zu drehen, die einen Arbeitslosen begleitet, wird die getarnte Führungskraft dabei offen von einem Kamerateam begleitet. Über eine Woche hinweg lernt der Manager verschiedene Mitarbeiter und Unternehmensbereiche kennen und arbeitet dabei wie ein neuer Mitarbeiter aktiv mit. Die Mitarbeiter erzählen dabei neben Verbesserungsvorschlägen für ihren Arbeitsbereich und das Unternehmen meist auch von persönlichen Wünschen und Problemen. Am Ende der Sendung findet eine Aufklärung des Experiments statt, wobei speziell auf die Tätigkeiten und Perspektiven der Beteiligten eingegangen wird. Zum Abschluss erhalten die „Opfer“ vom Geschäftsführer Belohnungen wie einen Gutschein, eine Reise oder auch eine Beförderung.
Die Unternehmen, welche im Rahmen der deutschen Ausgabe bisher beteiligt waren, arbeiten überwiegend nach dem Franchise-System oder sind gemäß diesem strukturiert. Dies hat zur Folge, dass die als Chef auftretende Person nicht der direkte Vorgesetzte der besuchten Mitarbeiter ist. Dies sind die Geschäftsführer der Unternehmen, die Lizenz- bzw. Franchisenehmer sind.

Gerald Kumnig (50), Geschäftsführer des österreichischen Verkehrsclubs ARBÖ, verwandelte sich dabei in einen Rocker. Mit Langhaarperücke getarnt versuchte er sich als Probearbeiter und die wilde Undercover Mission konnte beginnen. Doch wie stellte sich der Undercover Boss an, hätte er eine Chance beim ÄRBÖ eine Anstellung zu bekommen?
Geralds erste Lehrmeisterin: Sabrina. Sie leitet ein ARBÖ-Prüfzentrum in Landeck. Die größte Herausforderung des Tages: Ölstandmessen. Aber wie soll das funktionieren, wenn das Auto keinen Ölstab hat? Boss Gerald ist verzweifelt.
Am zweiten Tag der Undercover Mission zeigt der Motorrad-Fan Gerald nicht gerade großes Geschick im Umgang mit seinem Lieblingsspielzeug. Beim Reifenwechsel knallt das Motorrad zu Boden. Malheur vertuschen oder Mitarbeiter Martin einweihen?
Nächster Stopp: ein Prüfzentrum in der Steiermark. Hier darf Lehrling Fluxi den Undercover Boss herumkommandieren. Gerald muss sich mit dem Rasenmäher anfreunden, der beinahe den Pannendienst benötigt. Oder war es am Ende doch menschliches Versagen?
Bei Mitarbeiter Peter begeht der Undercover Boss einen Kapitalfehler: er vergisst, die Handbremse zu lösen. Wie der Lehrmeister wohl darauf reagiert?
Zumindest für Sabrina ist die Aktion gut ausgegangen. Nach den Drehtagen wurden Sabrina und ihre Kollegen in die ARBÖ-Zentrale nach Wien eingeladen, wo die Aufklärung des Experiments stattfand und wobei speziell auf die Tätigkeiten und Perspektiven der Beteiligten eingegangen wurde. Zum Abschluss erhalten die „Opfer“ vom Geschäftsführer Belohnungen. Sabrina wurde in Anerkennung ihrer Leistungen als ARBÖ-Stützpunktleiterin auf eine Motorrad-Reise zur legendären Route 66, quer durch Amerika, eingeladen.
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