22.01.2018, 10:44 Uhr

Schneemassen haben den Bezirk Landeck fest im Griff

Die B 188 ist ab Pians gesperrt (im Bild am Ortsausgang von See Richtung Landeck) : Das gesamte Paznaun ist derzeit nicht erreichbar. (Foto: Othmar Kolp)

Durch den anhaltenden Schneefall hat sich die Lawinensituation im Bezirk drastisch verschärft. So sind mehrere Orte derzeit nicht oder nur erschwert erreichbar.

BEZIRK LANDECK (das). Tirol versinkt im Schnee, insbesondere der Bezirk Landeck ist davon betroffen. Seit Samstag Abend sind in in Teilen Tirols teils heftige Schneeschauer mit mehreren Zentimetern Neuschnee herunter gekommen. So sind auf den Bergen bis zu 4 Meter Neuschnee gefallen und im Tal wie z.B. in Serfaus bis zu 150 cm. Die starken Schneefälle der vergangenen Tage haben dazu geführt, dass zahlreiche Straßen und Wanderwege wegen akuter Lawinengefahr gesperrt und Zugverbindungen eingestellt werden mussten. Nach Angaben des ÖAMTC wurden in Westösterreich rund 30 Straßenzüge gesperrt. St. Anton und Ischgl sind derzeit von der Außenwelt abgeschnitten, Tausende Touristen sind eingeschneit.

Aufgrund der Lawinensperren sind folgende Orte derzeit nicht erreichbar:

Im Arlberggebiet St. Anton, St. Christoph, Stuben, Lech und Zürs, im Paznauntal alle Orte ab Pians, wie See, Kappl, Ischgl, Galtür sowie der Ort Nauders.

Zahlreiche Straßensperren
Im Bezirk Landeck sind derzeit die B180, Reschen Straße, zwischen Kajetansbrücke und Reschenpass, die B184, Engadiner Straße, zwischen Schalkl und Kajetansbrücke, die B185, Martinsbrucker Straße, zwischen Nauders und der Grenze, die B188, Paznauntal-Straße, ab Pians, die B197, die Arlberg Straße, zwischen St.Anton und Langen, die L18, Kaunertal Straße, zwischen Kaunertal und Prutz, die L68, Stanzertal Straße, zwischen Pettneu und Schnann, die L348, Spisser Straße, zwischen Spiss und Kajetansbrücke, sowie die Gemeindestraße zwischen Flirsch und Schnann gesperrt!

Höchste Lawinenwarnstufe
Mittlerweile gilt die höchste Lawinenwarnstufe 5, seit der Lawinenkatatstrophe in Galtür im Jahre 1999 wurde dieser Wert nicht mehr erreicht. Das heißt: Spontan sind viele große, mehrfach auch sehr große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten. "Aus diesem Grund muss besonders genau die Situation der gefährdeten inneralpinen Täler – wie das Kaunertal, das Pitztal, das hintere Ötztal, das hintere Stubaital oder das Paznaun – beobachten werden," so Rudi Mair vom Lawinenwarndienst Tirol.

Kein Bahnverkehr
Die Arlbergbahnstrecke ist zwischen den Bahnhöfen Landeck-Zams und Bludenz wegen Lawinengefahr unterbrochen. Es fahren ersatzweise Busse über die S16, Arlberg- Schnellstraße. Bahnreisende mit dem ursprünglichen Ziel St. Anton sollen sich an den Bahnhöfen Landeck-Zams bzw. Bludenz wenden, für sie stellen die ÖBB gemeinsam mit dem Tourismusverband Tirol West Ersatzunterkünfte im Raum Landeck zur Verfügung. Für Reisende aus Richtung Westen nach St. Anton werden ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt.
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