04.07.2017, 09:10 Uhr

Stadt beschloss verkehrslenkende Maßnahmen

Die Stadtgemeinde Landeck setzt erste verkehrslenkende Maßnahmen um.

Halte- und Parkverbotszonen für die Stadtteile Angedair, Perfuchs und Perjen wurden als erste Vorstufe für die geplante Parkraumbewirtschaftung beschlossen.

LANDECK (otko). In der letzten Landecker Gemeinderatssitzung wurde auch der Tagesordnungspunkt "Halte- und Parkverbotszonen Angedair/Perfuchs/Perjen" behandelt.
Vizebgm. Thomas Hittler, Obmann des Planungs-, Verkehrs-, Bau- und Wohnungsausschusses, berichtete über die geplanten Maßnahmen: "Die Stadtteile Angedair, Perfuchs und Perjen sind geprägt durch eine historisch entstandene Bebauung mit hohem Wohnanteil. Bedingt durch den hohen Fahrzeugstand verknappt sich der öffentliche Parkraum zusehends. Da auch zu wenig private Abstellplätze vorhanden sind, werden vermehrt Flächen verparkt, die baulich oder gemäß der gesetzlichen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung für das Parken nicht zulässig sind."
Dies führe oft zu Behinderungen des fließenden Verkehrs. Auch werden Fahrzeuge des Winterdienstes sowie der Straßenreinigung bei der Durchführung ihrer Tätigkeiten behindert. Auch sei zu befürchten, dass Einsatzfahrzeuge fallweise nur erschwert zum Einsatzort gelangen könnten.
In den Jahren 2012 und 2014 wurden für die drei Ortsteile Verkehrskonzepte erarbeitet. "Erhebungen über die Auslastung der öffentlichen Parkplätze haben gezeigt, dass insbesondere in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden eine Vollauslastung bzw. Überbelegung vorliegt. Daraus lässt sich schließen, dass die Probleme überwiegend durch die ortsansässige Bevölkerung verursacht werden", informierte Hittler.

Strenge Regulierung

Um die Leichtigkeit, Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs zu gewährleisten, beabsichtigt nun die Stadtgemeinde, die in den Verkehrskonzepten empfohlenen, verkehrslenkenden Maßnahmen zu ergreifen. "In einem ersten Schritt soll der ruhende Verkehr so reguliert werden, dass nur mehr auf gekennzeichneten Parkplätzen geparkt werden darf. Durch die Kennzeichnung ist zu erwarten, dass sowohl für den Parkplatzsuchenden als auch für die Überwachungsorgane zweifelsfrei erkennbar ist, wo geparkt werden darf. Zudem soll durch die strenge Regulierung die Bereitschaft für die Errichtung privater Stellplätze erhöht werden", so der Ausschussobmann.
Zur Umsetzung der Maßnahmen sollen die zulässigen Stellplätze mittels Bodenmarkierungen gekennzeichnet werden. Mit einer Verordnung der Halte- und Parkverbotszonen gemäß Straßenverkehrsordnung mit dem Zusatz "ausgenommen auf gekennzeichneten Stellplätzen" werden die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Unberührt davon bleiben aber die bestehenden Kurzparkzonen in Landeck.

Bevölkerung informieren

Der Gemeinderat nahm den Antrag einstimmig an. "Dies ist die erste Vorstufe für die geplante Parkraumbewirtschaftung. Nach dem Beschluss werden die Markierungen angebracht", betonte Hittler.
SPÖ-Fraktionssprecher Manfred Jenewein stellte die Überlegung an, wie die Leute am besten über die Änderungen zu informieren seien – "entweder pro Stadtteil oder in der Gemeindezeitung". Dem pflichtete auch Bgm. Dr. Wolfgang Jörg bei: "Natürlich we
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