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Autofahren im Herbst: Schlechte Sicht braucht gute Augen - Wenn der Wetterumschwung zur erhöhten Gefahr wird

Autofahren mit Brille

So schön der Herbst an manchen Tagen auch anzusehen ist, bringt er gerade für Verkehrsteilnehmer ernstzunehmende Risiken mit sich. Vor allem jetzt, wenn es nach der Zeitumstellung am Wochenende noch früher dunkel wird, ist die Gefahrenquelle Nummer Eins die schlechte Sicht. Daher warnt besonders die Bundesinnung der Augenoptiker/Optometristen davor, den Wetterumschwung nicht zu unterschätzen und ruft zu regelmäßigen Seh-Tests für eine verantwortungsbewusste Teilnahme am Straßenverkehr auf. Bei einem Unfall drohen außerdem hohe Strafen.

Rutschiger Boden, lange Dämmerung, frühe Dunkelheit, mögliche Schneefälle, Nebel und sehr viel Regen lassen die Straße im Herbst zur Hindernisbahn werden. Gerade nach einem trockenen, heißen Sommer sind die wenigsten Autofahrer sofort wieder darauf eingestellt. Was folgt, sind die üblichen Vorkehrungen, um das Auto wetterfest zu machen (Winterreifen, etc.). Doch die meisten vergessen einen besonders wichtigen Bereich: sich selbst. „Das Hauptproblem im Herbst ist eine mögliche doppelte Einschränkung unserer Sicht – einerseits von außen durch das Wetter, andererseits aber auch durch die eigene Sehschwäche“, erklärt Komm.-Rat Anton Koller, MSc, Bundesinnungsmeister der Augenoptiker/Optometristen. „Denn auch wenn damals beim Erwerb des Führerscheins keine Fehlsichtigkeit festgestellt wurde, hat das nach ein paar Jahren bereits nichts mehr zu bedeuten. Die Augen werden mit dem Alter unaufhaltsam müder und schon eine im Alltag unauffällige Sehschwäche kann im Straßenverkehr schnell lebensgefährlich enden“, so Koller. Daher sind auch für Nicht-Brillenträger regelmäßige Seh-Checks beim Fachoptiker unbedingt zu empfehlen. Ganz abgesehen von Fragen der Sicherheit, gibt es im Falle eines Unfalls, der durch eine nicht korrigierte Fehlsichtigkeit verursacht wurde, hohe gerichtliche Strafen.

Die rechtliche Sicht
Im Führerschein eingetragene Sehschwächen müssen beim Autofahren durch eine Brille oder Kontaktlinse korrigiert werden, ansonsten verstößt man gegen das Gesetz. Dabei muss auch die Art der eingetragenen Sehhilfe strikt und genau befolgt werden. „Unglaublich, aber wahr: Wenn im Führerschein nur eine Brille vermerkt ist und der Autolenker bei einer Kontrolle Kontaktlinsen trägt, kann es in manchen Fällen sogar zum Führerscheinentzug kommen“, warnt Komm.-Rat Anton Koller. Hilfreich ist es, zu wissen, dass man sich auf Nachfrage beide Sehhilfen eintragen lassen kann. Wenn man einmalig ohne Brille oder Kontaktlinse erwischt wird, zahlt man eine Strafe in der Höhe von 25 €. Beim zweiten Mal bereits sieht das Gesetz wiederum die Abgabe des Führerscheins vor. Verursacht man außerdem mit einer nicht korrigierten Fehlsichtigkeit einen Unfall, gilt das als fahrlässig und ist demnach eine grobe Straftat. Die Folgen sind schwerwiegend: von hohen Geldstrafen und möglichem Versicherungsverlust über langfristigen Führerscheinentzug bis hin zur Freiheitsstrafe je nach Auswirkungsgrad des Unfalls.

Einfache Tipps für bessere Sicht im Herbst:
Scheibenwischer: Die Scheibenwischer sind die Sehhilfe Ihres Autos. Geben Sie darauf Acht, dass sie ihre Aufgabe durch gute Reinigung und Wartung erfüllen können. Wasser und Spülmittel auf eine kleine Bürste auftragen und damit quer zur Gummileiste putzen, hilft gegen Verschmutzungen. Bei großer Abnutzung müssen neue Scheibenwischer gekauft werden.

Licht-Test: Mängel bei den Autolichtern können gerade in den dunklen Herbst- und Wintermonaten eine erhöhte Gefahrenquelle darstellen. Lassen Sie Ihr Auto daher in der KFZ-Stelle Ihres Vertrauens darauf prüfen.

Nebel- und Abblendlicht: Wenn die Sicht durch Nebel, Regen oder Schneefall eingeschränkt ist, muss auch untertags mit Abblendlicht gefahren werden. Nebelscheinwerfer dürfen zusätzlich eingeschaltet werden. Doch Achtung: Diese speziell eingestellten Lichter blenden den Gegenverkehr. Daher sollten sie nur bei einer Sichtweite von unter 50 Metern (Abstände der Leitpfosten) eingesetzt werden.

Regelmäßiger Seh-Test: Lassen Sie ihre Sehkraft in regelmäßigen Abständen rasch und unkompliziert vom Augenoptiker/Optometristen überprüfen. Ein gutes Auge ist die beste Hilfe bei schlechter Sicht. Ab 40+ Jahren treten tendenziell auch bei vorhin gesunden Augen die ersten Sehschwächen auf und spätestens dann ist eine Kontrolle nötig. Außerdem lassen folgende Symptome auf eine Verschlechterung der Sehkraft schließen: häufiges Blinzeln, trockene Augen, häufige Kopfschmerzen, Sehprobleme im Dunkeln, Schwierigkeiten beim Lesen.

Wirtschaftskammer Wien
Fachgruppe der Gesundheitsberufe
www.wko.at/wien/gesundheit

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