Bezirkspolitik in der Landstraße
Neue E-Ladestationen, Stammstrecken-Sperre und Stadtpark
- Die Bezirksvorstehung traf sich im nicht klimatisierten Festsaal. (Archiv)
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Die Bezirksvertretung Landstraße beschäftigte sich dieses Mal mit den Auswirkungen der Stammstreckensperre, Neuerungen im Stadtpark und der geplanten Parköffnung in der Nähe der Landstraßer Hauptstraße. Die SPÖ will zudem den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur vorantreiben.
WIEN/LANDSTRASSE. Zum zweiten Mal kamen die Bezirksrätinnen und -räte der Landstraße heuer zur Bezirksvertretungssitzung zusammen. Bevor es an die eigentliche Tagesordnung ging, wurde der noch säumige Rechnungsabschluss des Vorjahres gegen die Stimmen der FPÖ angenommen, zudem wurde die Sachkreditgenehmigung für die MA 42 – Stadtgärten in Höhe von 2,5 Millionen Euro einstimmig beschlossen.
Danach standen insgesamt 24 Anfragen sowie 38 Anträge auf der Tagesordnung. Links/KPÖ konzentrierte sich auf fragwürdige Bauprojekte und leer stehende Gebäude, die Grünen stellten gleich drei Anfragen zu Ersatzmaßnahmen während der Stammstreckensperre. Bezirksvorsteher Erich Hohenberger (SPÖ) verwies daraufhin auf ein geplantes Treffen mit zuständigen Stellen der Stadt und der ÖBB Mitte September, wo alle Fragen beantwortet werden sollen.
Schäden nach 18er-Verlängerung
Noch keine Informationen konnte Hohenberger zu den Verkehrsmaßnahmen während der ebenfalls anstehenden Erneuerung der Ungarbrücke liefern, diese würden sich noch in Vorbereitung befinden.
Ebenfalls noch unklar ist, wann die geplante Parkanlage hinter dem Parkschlössl und der Villa Mautner-Jäger eröffnet wird, "die Ärztekammer hat zurzeit andere Baustellen", so Hohenberger. Diese eröffnet im Parkschlössl ein neues Ärztezentrum, im Zuge dessen auch die angrenzende Grünfläche für die Öffentlichkeit zugänglich wird. MeinBezirk berichtete, siehe unten.
Dann ging es bereits an die Anträge, aufgrund der Hitze im nicht klimatisierten Festsaal der Bezirksvertretung hielt sich bei dieser Sitzung keiner mit großen Ansprachen auf. Die ÖVP hatte mehrere Anträge, die zurückgebliebenen Schäden nach der Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 zu beheben. So sollen etwa entlang der Schlachthausgasse und umliegenden Straßen Unebenheiten im Gehsteigbereich entstanden sein. Alle Anträge erhielten eine Mehrheit.
Stadtpark im Fokus
Gleiches gilt für den SPÖ-Antrag, der den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos weiter vorantreiben will. Nach neuen Ladeparks in der Erdbergstraße und der Erdberger Lände sollen auch etwa am Kolonitzplatz oder in der Neullinggasse eine entsprechende Überprüfung erfolgen. Der Antrag wurde gegen die Stimmen der FPÖ angenommen.
- Sascha Zabransky (Geschäftsführer Wien Energie), Philipp Tzaferis (Klubobmann SPÖ-Landstraße), Robert Boden (Bezirksrat SPÖ), David Berger (Wien Energie) und Paul Gredler-Oxenbauer (Wien Energie) beim neuen Ladepark in der Erdberger Lände.
- Foto: BV3
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Auch wenn für den Arenbergpark eine 2,5 Millionen Euro Finanzierung beschlossen wurde, stand in der Sitzung der Stadtpark im Fokus. Die SPÖ will einen neuen Tischtennistisch aufstellen. Wo genau, ist noch offen, der Park sei jedenfalls groß genug. Währenddessen setzen sich die Neos für die Errichtung eines Sonnenschutzes sowie einer zweiten Kleinkinderschaukel beim Kinderspielplatz ein. Zudem soll im Stadtpark ein Pilotprojekt mit einem Pfandsammelbehälter versucht werden. Alle Stadtpark-Anträge erhielten eine Mehrheit.
Sperre der Fasangasse abgelehnt
Die Grünen setzten ihren Fokus auf die anstehende Stammstreckensanierung auch bei den Anträgen fort, eine Vielzahl wurde aufgrund des anstehenden Termins mit ÖBB und Stadt in die Verkehrskommission zugewiesen. Einzig die auch von den Grünen Wien geforderte Sperre der Fasangasse für den Durchzugsverkehr wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt.
- Die von den Grünen beantragte Sperre der Fasangasse wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt.
- Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
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Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Siegrid Widhalm (Grüne) zeigte dafür wenig Verständnis. Denn die geplante Takterhöhung der Straßenbahnlinie O würde nichts bringen, wenn die Bim dennoch in der Fasangasse hinter dem Verkehr stecken bleibt. Das war nur eine von vielen Maßnahmen, die die Grünen Wien von Expertinnen und Experten der Technischen Universität (TU) ausarbeiten ließen. MeinBezirk berichtete, siehe unten.
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