St. Paul im Lavanttal
Ehemalige Apotheke wird zu barrierefreiem, modernem Wohnraum

Christoph Ferlin hat zusammen mit seinem Vater Johann Ferlin die alte Apotheke in St. Paul gekauft, um daraus Wohnungen zu machen. | Foto: Privat
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  • Christoph Ferlin hat zusammen mit seinem Vater Johann Ferlin die alte Apotheke in St. Paul gekauft, um daraus Wohnungen zu machen.
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Die ehemalige Apotheke am Lobisserplatz in St. Paul im Lavanttal wird zu neuem Wohnraum. Der Unternehmer Christoph Ferlin hat das Gebäude gemeinsam mit seinem Vater Johann Ferlin gekauft und plant, daraus ein Wohnprojekt zu entwickeln. Mittlerweile wurde das Gebäude entkernt. Investiert werden sollen rund 3,5 Millionen Euro. Die ersten Wohnungen sollen bis Mitte 2027 bezugsfertig sein.

ST.PAUL. Während der bestehende Altbau erhalten bleibt und saniert wird, sollen im Zuge eines Anbaus zusätzlich neue Wohnungen entstehen. Insgesamt sind 13 Wohnungen geplant, sieben davon als Neubau. Ferlin rechnet damit, dass die sechs Wohnungen im Altbau bis Mitte 2027 bezugsfertig sein werden. Für die Neubauten wird es etwas länger dauern. Die gesamte Anlage soll bis Ende 2027 bezugsfertig sein.

Historisches Gebäude bleibt erhalten

Für den 36-jährigen Investor stand von Anfang an fest, dass das historische Gebäude aus dem Jahr 1723 nicht abgerissen werden soll. "Das Haus gehört zum Ortsbild. Es ist wichtig, dass es erhalten bleibt", betont er. Gerade deshalb habe man sich bewusst dafür entschieden, die bestehende Substanz zu erhalten und in das Projekt einzubinden. Der ausschlaggebende Grund für den Kauf sei die Sorge gewesen, dass jemand anders das Gebäude kaufen und abreißen könnte.

Wie der Unternehmer erzählt, trug die alte Apotheke früher den Vulgo-Namen "Weißgerber". Hintergrund dafür sei, dass sich in dem Gebäude einst eine Weißgerberei befand, in der unter anderem Handschuhe gegerbt wurden. Die Geschichte des Hauses sei für ihn ein weiterer Grund gewesen, die bestehende Bausubstanz zu erhalten. Bei dem Projekt sei dem Unternehmer wichtig, dass sich der Um- und Neubau optisch gut in das Ortsbild einfügt.

Altbau und Neubau kombiniert

Das ehemalige Apothekengebäude wurde inzwischen bereits entkernt. Derzeit laufen die Planungen, die laut Ferlin bereits weitgehend abgeschlossen sind. In einem nächsten Schritt sollen die Ausschreibungen starten. Der Baustart ist für Herbst vorgesehen.
Geplant ist eine Kombination aus saniertem Altbau und ergänzendem Neubau. Neben den 13 Wohnungen, sollen auch ein bis zwei Geschäftsräumlichkeiten entstehen.

Alle Wohnungen im Alt- und Neubau sollen barrierefrei gestaltet werden. | Foto: Architekt Petschenig
  • Alle Wohnungen im Alt- und Neubau sollen barrierefrei gestaltet werden.
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"Alle Wohnungen werden barrierefrei und altersgerecht gestaltet", so Ferlin. Geheizt werden soll in den offenen und hell gestalteten Wohnungen mit Fernwärme. Vorgesehen sind Grundrisse mit Wohnflächen zwischen rund 50 und 100 Quadratmetern. Erste Wohnungsinteressenten hätten sich bereits bei dem 36-Jährigen gemeldet. Ein Teil der Wohnungen soll als Eigentumswohnung verkauft werden, die anderen Einheiten will der Unternehmer vermieten. 

Herausforderung bei der Sanierung

Beim Umbau des bestehenden Gebäudes seien bereits einige Überraschungen aufgetreten. So habe sich herausgestellt, dass das Haus in mehreren Bauabschnitten errichtet worden sei und daher unterschiedliche Raumhöhen aufweise. "Das Grundgebäude hatte 100 Quadratmeter auf zwei Stockwerke und ist sukzessive dazugebaut worden. Die unterschiedlichen Höhen im Haus, teilweise mit Halbstock, waren eine Hürde. Jetzt wird alles auf eine Ebene angepasst", erklärt Ferlin. Die Heizungs- und Sanitärinstallationen will der Unternehmer selbst übernehmen.

Mietpreise im regionalen Rahmen

Bei den Mietpreisen wolle man laut dem Unternehmer bewusst im regionalen Rahmen bleiben. Die Wohnungen sollen "nicht überhöht", sondern an die Verhältnisse im Lavanttal angepasst sein. Über den Namen der künftigen Wohnanlage sind sich Vater und Sohn noch nicht ganz einig. Die beiden diskutieren derzeit noch zwei Varianten – eine endgültige Entscheidung soll erst im Laufe des Projekts fallen.

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