Karin Brunner
Heilen mit Herz und Huf
- Pferde spielen eine zentrale Rolle in Karin Brunners therapeutischer Arbeit.
- Foto: Privat
- hochgeladen von Katharina Weber
Die gebürtige Wolfsbergerin Karin Brunner lebt seit fast 15 Jahren in Uruguay und begleitet Menschen auf ihrem Weg zu Heilung und innerer Balance. Pferde spielen dabei eine zentrale Rolle.
WOLFSBERG/URUGUAY. Karin Brunner hat ihre Heimat Kärnten vor fast zwei Jahrzehnten hinter sich gelassen, um in Südamerika ein völlig neues Leben zu beginnen. Heute lebt sie mit ihrer 17-jährigen Tochter in Uruguay, wo sie als Ganzheitstherapeutin und Trainerin Menschen in herausfordernden Lebensphasen begleitet, forscht und innovative therapeutische Wege geht – und dabei vor allem auf Pferde setzt.
Der Weg in ein neues Leben
"Ich wollte sehen, was das Leben noch so zu bieten hat", erzählt die gebürtige Wolfsbergerin. Nach Aufgabe ihrer Arbeit als Juristin begab sie sich zunächst auf Reisen, bevor sie sich vor fast 15 Jahren in Uruguay niederließ. Dort kaufte sie ein kleines Anwesen und begann, sich intensiv in verschiedenen Therapieformen weiterzubilden. Eine besonders prägende Erfahrung war die schwere Erkrankung ihrer Tochter: "Meine Tochter hatte dreimal Leukämie. Das hat meine Suche nach Heilung und meine therapeutische Arbeit sehr geprägt", so die 53-Jährige.
Die Kraft der Pferde
Ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit sind Pferde. Brunner begleitet Menschen zunächst durch Gespräche, Meditationen und Reflexion. Danach folgt die Arbeit mit den Tieren: "Wir begeben uns gemeinsam ins Feld. Die Pferde zeigen die Themen der Menschen auf eine nicht wertende, liebevolle Weise auf. Sie sind für mich Co-Therapeuten." Die Begegnung mit den Tieren ist achtsam und respektvoll. "Es baut sich ein sehr schönes Feld der Ruhe auf – in Verbindung mit der Natur und den Pferden", erklärt Brunner. Insbesondere sensible Themen, die Menschen oft niemandem anvertrauen, finden hier ihren Raum.
Integrative Medizin im Fokus
Parallel zu ihrer praktischen Arbeit in Uruguay verfolgt Karin Brunner ein Doktoratsprojekt an der Universität Graz in Angewandter Ethik. Ziel ist ein Organisationsmodell für das Gesundheitswesen, das Heilung als relationalen, sinnstiftenden Prozess versteht und auf einem ganzheitlichen Menschenbild basiert. "Mir geht es um integrative Medizin, also darum, dass die konventionelle Medizin mit traditionellen und ganzheitlichen medizinischen Ansätzen kooperiert", so Brunner.
Brücken zwischen Kontinenten
Trotz ihres Lebens in Südamerika bleibt Brunner ihren Wurzeln verbunden. Bei Besuchen macht sie durch Vorträge und Workshops ihre Arbeit sichtbar und zeigt, wie ganzheitliche Medizin und therapeutische Ansätze mit Pferden Menschen helfen können. "Gerade die Arbeit mit den Pferden finden viele sehr faszinierend. Die Leute sind neugierig und interessiert", erzählt sie. Ein mehrtägiger Workshop mit Pferden ist bereits für Juli 2026 auf der Saualpe geplant. Für weitere Informationen:
karin.brunner@yahoo.com
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