Wirtschafts-Entlastung
Lavanttaler Betriebe sehen Lohnnebenkosten-Senkung kritisch
- Die geplante Senkung der Lohnnebenkosten ab 2028 wird von Unternehmern im Lavanttal grundsätzlich begrüßt. Ob sie angesichts steigender Personal-, Energie- und Betriebskosten tatsächlich eine spürbare Entlastung bringt, wird jedoch unterschiedlich beurteilt.
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Die geplante Senkung des Dienstgeberbeitrags ab 2028 wird von Unternehmern im Lavanttal grundsätzlich begrüßt. Ob sie im Betriebsalltag tatsächlich spürbar entlastet, wird jedoch unterschiedlich bewertet.
LAVANTTAL. Mit der geplanten Senkung des Dienstgeberbeitrags zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) von 3,7 auf 2,7 Prozent setzt die Bundesregierung eine langjährige Forderung der Wirtschaft um. Nach Berechnungen der Wirtschaftskammer sollen Kärntens Betriebe dadurch jährlich um rund 109,7 Millionen Euro entlastet werden. Modellrechnungen von EcoAustria gehen davon aus, dass die Maßnahme im Bundesland rund 562 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und die Wertschöpfung um knapp 70 Millionen Euro steigern könnte. Die Wirtschaftskammer sieht darin einen wichtigen Impuls für Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung.
- Die Friseurunternehmerin Claudia Sturmer aus St. Stefan begrüßt die Maßnahme, bezweifelt aber einen spürbaren Effekt für ihren Betrieb.
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Kleine Betriebe zweifeln am Effekt
Im Lavanttal wird die angekündigte Entlastung grundsätzlich positiv aufgenommen, allerdings nicht ohne Vorbehalte. Claudia Sturmer betreibt ein Friseurgeschäft mit vier Mitarbeiterinnen in Wolfsberg. Sie sieht die Senkung des Dienstgeberbeitrags zwar als "positives Signal für die Wirtschaft", ob sich die Änderung in einem kleinen Betrieb wie dem ihren tatsächlich bemerkbar machen werde, bezweifelt sie jedoch. Ihrer Einschätzung nach werde die Entlastung vor allem bei größeren Unternehmen stärker ins Gewicht fallen.
- Die Adeg-Kauffrau Tanja Ebersberger erwartet durch die Senkung der Lohnnebenkosten keine spürbare Entlastung für ihren Betrieb.
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"Nur ein Ausgleich"
Deutlich kritischer sieht Tanja Ebersberger, Adeg-Kauffrau aus St. Marein die geplante Maßnahme. Für sie sei die Entlastung lediglich "ein Tropfen auf den heißen Stein". Während die Lohnnebenkosten leicht sinken sollen, würden viele andere Ausgaben – von den Energie- bis zu den Betriebskosten – kontinuierlich steigen. Mit 14 Beschäftigten müsse sie jedes Jahr gesetzliche Lohnerhöhungen tragen, gleichzeitig würden Strom, Treibstoff und zahlreiche weitere Kosten teurer. Eine spürbare finanzielle Entlastung erwartet sie daher nicht. Vielmehr gleiche die Maßnahme lediglich einen Teil der laufenden Kostensteigerungen aus.
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