WOCHE-Markenwahl 2019
Lavanttaler Tischlergemeinschaft erfolgreich

Bernd Hauptmann, Konrad Hasenbichler, Harald Paier, Hans Zarfl, Martin Hauptmann, Franz Zarfl, Klaus Penz und Helmut Stimpfl (von links)
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  • Bernd Hauptmann, Konrad Hasenbichler, Harald Paier, Hans Zarfl, Martin Hauptmann, Franz Zarfl, Klaus Penz und Helmut Stimpfl (von links)
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Die Lavanttaler Tischlergemeinschaft holte bei der WOCHE-Markenwahl den Sieg im Bezirk Wolfsberg.

WOLFSBERG. Angefangen hat alles im Jahr 1993 bei einem Vortrag in der Wirtschaftskammer Wolfsberg über EU-Programme für Kooperationen. Von diesem Impuls angeregt entwickelten die Tischlerbetriebe mit Hilfe von Unternehmensberater Herbert Steiner ein Kooperationsprojekt und somit wurde die Lavanttaler Tischlergemeinschaft mit den Tischlereien Stimpfl, Penz, Zarfl, Paier, Hasenbichler und Hauptmann gegründet. "Wir haben damals erkannt, dass das wirtschaftliche Überleben nur gesichert ist, wenn wir kooperieren", blickt Obmann Klaus Penz zurück. 

Einzigartig in Österreich

Bereits im Gründungsjahr zeigte der Zusammenschluss der Handwerker bei der Kärntner Landesausstellung, was in kürzester Zeit auf die Beine gestellt werden kann. Diese Vereinigung war damals eine einzigartige Aktion in Österreich. Auch bei verschiedenen Ausstellungen und Messen waren die Tischler präsent. So bewunderten tausende Besucher die gestalterischen Fähigkeiten bei der Ausstellung "Kunst und Kreuz". Außerdem war die Lavanttaler Tischlergemeinschaft regelmäßig bei den prestigeträchtigen Messen "Wohnen und Interior" und der "Wohndesignmesse" in der Wiener Hofburg vertreten.

Holzbearbeitungszentrum

Im Jahr 2000 wurde mit dem Bau eines Holzbearbeitungszentrums in St. Stefan begonnen. "2002 wurde noch ein Zubau errichtet, womit wir insgesamt 1,1 Millionen Euro in das Zentrum investierten", erklärt Penz. Für die einzelnen Betriebe wäre so ein Bau finanziell nicht stemmbar gewesen. Durch die gemeinsame Maschinennutzung wurde die Auslastung auch wirtschaftlich sinnvoll ermöglicht. "Wir können außerdem für außenstehende Betriebe Lohnbearbeitungen, welche über einen Mitgliedsbetrieb der Lavanttaler Tischlergemeinschaft abzuwickeln sind, anbieten", erklärt Konrad Hasenbichler von der gleichnamigen Tischlerei. 

Weitere Investitionen

Im Frühjahr 2015 wurde eine neue CNC-Maschine um 500.000 Euro für die Tischlergemeinschaft angeschafft. Dadurch zeigt der Zusammenschluss, dass man durch gemeinsame Investitionen den aktuellen technischen Anforderungen in der Produktion gerecht wird. Mitarbeiter der Betriebe haben laufend die Möglichkeit, sich bei Fort- und Weiterbildungen neues Wissen anzueignen.

Auszeichnungen

Durch die lange und erfolgreiche Zusammenarbeit der einzelnen Betriebe wurde die Lavanttaler Tischlergemeinschaft schon mehrfach ausgezeichnet. So bekam der Handwerkerzusammenschluss das Wolfsberger Stadtwappen als auch das Landeswappen Kärntens verliehen. "Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft und haben uns in den Jahren unseres Bestehens sehr gut und zum Vorteil für jeden einzelnen Betrieb und unseren Kunden entwickelt", betont Penz. Im Jahr 2015 durfte die Lavanttaler Tischlergemeinschaft den traditionellen Neujahrsempfang der Kärntner Wirtschaftskammer ausrichten. "Wir haben in den letzten Jahren bewiesen, dass man mit Zusammenarbeit sowohl Großprojekte als auch sämtliche Arbeiten für den Privatkunden zu einem attraktiven Verhältnis von Preis und Leistung bekommt", sagt Penz.

Neues Projekt

Im neuen Projekt der Lavanttaler Tischlergemeinschaft soll der Tisch im Mittelpunkt der Kommunikation stehen. Jede der sechs Tischlereien fertigt bis zum Frühjahr 2020 zwei Tische an, die dann der Öffentlichkeit präsentiert werden. "Nachhaltigkeit gibt es auch in der Holzverarbeitung, deshalb ist es uns wichtig, die Rohstoffe dazu aus dem Lavanttal zu beziehen", sagt Penz, der das Lavanttal als "Tal des Holzes" bezeichnet. Als Zeichen der Nachhaltigkeit wurden bei der Präsentation des neuen Projektes sechs Apfelbäume – für jeden Betrieb ein Baum – gepflanzt. Die Produktion von Qualitätsmöbeln im und vom Lavanttal ist der Gemeinschaft ein wichtiges Anliegen. "Wenn irgendwann in jedem öffentlichen Gebäude im Lavanttal ein Tisch aus heimischen Rohstoffen steht, würde uns das besonders freuen", betont der Tischlermeister. Die Wertschätzung für Regionalität und Kunden aus dem Lavanttal zu bedienen, nennt Penz als große Stärke für den Sieg bei der Markenwahl. "Trotz europaweiter Produktion sind uns Themen wie Nachhaltigkeit und Regionalität ein großes Anliegen", sagt der Obmann.

Bernd Hauptmann, Konrad Hasenbichler, Harald Paier, Hans Zarfl, Martin Hauptmann, Franz Zarfl, Klaus Penz und Helmut Stimpfl (von links)
Als Zeichen der Nachhaltigkeit bei ihrem neuen Projekt wurden sechs Obstbäume gepflanzt.

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