Nach Petitionen
Leopoldstädter klagen Stadt Wien wegen geplanter 12er-Bim
- Die Linien 12 soll künftig von der Hillerstraße über die Vorgartenstraße bis in die Brigittenau unterwegs sein. Einige Anrainerinnen und Anrainer versuchen dies zu verhindern.
- Foto: Kathrin Klemm
- hochgeladen von Kathrin Klemm
Bereits mit mehreren Petitionen versuchte eine Gruppe von Anrainern die neue Straßenbahnlinie 12 in der Leopoldstadt zu verhindern – aber erfolglos. Jetzt geht man einen Schritt weiter: Man klagt die Stadt Wien.
WIEN/LEOPOLDSTADT. "Es reicht uns jetzt, wir klagen die Stadt Wien", teilt die Bürgerinitiative, welche sich gegen den Bau der Linie 12 formiert hat, auf ihrer Website mit. Auf unterschiedliche Art haben die engagierten Anrainerinnen und Anrainer schon versucht, die neue Straßenbahn zu verhindern – unter anderem mit zwei Petitionen – MeinBezirk berichtete:
Der gewünschte Erfolg blieb bislang aus. Deshalb ergreift man jetzt härtere Maßnahmen. Das sogenannte Team Vorgartenstraße habe sich den "auf Bauvorhaben und Behördenverfahren spezialisierten Rechtsanwalt, Dr. Georg Rihs" genommen.
Mithilfe des Experten hat man eine "Feststellungsklage hinsichtlich der Genehmigungspflicht des Bauvorhabens der Linie 12" eingebracht. Demnach müssten in einem "allfälligen Bauverfahren die Bedenken und Einwände aller Wohnungseigentümer und dinglich Nutzungsberechtigten entlang der Vorgartenstraße gehört werden".
Petitionen blieben erfolglos
Grundlegend kritisiert das Team Vorgartenstraße an der Linie 12, dass es diese nicht brauche. Das Stuwerviertel und Nordbahnviertel sei mit den Linien U1, U2, O, 5, 2, 11A, 11B und 82A bereits gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Ebenfalls würde eine Straßenbahn insbesondere in der Vorgartenstraße zu Lärm und Belastung der Anrainerinnen und Anrainer führen.
- Ab 2025 soll die neue 12er-Bim unterwegs sein. Die Bauarbeiten haben bereits ihren Lauf genommen.
- Foto: ZOOMVP.AT/Wiener Linien
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Mit der ersten Petition versuchte man das Vorhaben grundlegend zu verhindern. Mit mehr als 500 Unterschriften wurde die Forderung im Petitionsausschuss des Gemeinderats behandelt. Der Petitionsausschuss forderte daraufhin die zuständigen Stellen auf, die Anrainerinnen und Anrainer mit der neuen Öffi-Verbindung wenig zu belasten. Das Projekt bleibt bis dato aber weiterhin auf Schiene.
Deshalb starteten die Projektgegner eine weitere Petition: Mithilfe eines Busses solle vorerst die geplante Strecke auf deren Notwendigkeit geprüft werden, ehe man diese errichtet. Auch diese Bemühungen blieben bisher umsonst.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht
Neben der Klage gegen die Stadt Wien hat sich das Team Vorgartenstraße aber noch mehr überlegt. Da man ihm die Herausgabe der Machbarkeitsstudie verweigert habe, wolle man eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht einbringen.
- "Straßenbahnlinie 12 - Nicht um jeden Preis!" lautet das Motto des Team Vorgartenstraße.
- Foto: ZOOMVP.AT/Wiener Linien
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Allerdings kostet all das auch einiges an Geld. Deshalb bittet man die Menschen um eine finanzielle Unterstützung und hat einen Spendenaufruf gestartet.
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