Leopoldstadt
Neue Einbahnregelung soll beliebten Schleichweg ausbremsen
- Die schmale Fugbachgasse war Thema in der vergangenen Bezirksvertretungssitzung. Hier kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen.
- Foto: Matthias Pandrea/MeinBezirk
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Ein gerne genutzter Schleichweg bringt negative Folgen für Anrainerinnen und Anrainer und andere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer mit sich. Eine Einbahn-Umdrehung soll dem entgegenwirken.
WIEN/LEOPOLDSTADT. Eine kurze Eingabe genügt, und schon weist einem das Navigationsgerät den Weg. Wer Google Maps und Co. blind vertraut, den führt der Weg oft nicht über die Hauptverkehrsachsen, sondern durch schmale Seitengassen.
Ist man vom Volkertviertel aus in Richtung Süden unterwegs, lotst einen die Navigations-App von der Mühlfeldgasse aus über die Fugbach- und Zirkusgasse und weiter durch die Blumauergasse bis zur Kreuzung Taborstraße und Augartenstraße.
Auf den ersten Blick ist das ein cleverer Schleichweg, mit dem man die Ampel in der Heinestraße umgehen und Zeit sparen kann. In der Praxis wird diese Route oft genutzt, bringt aber Folgen für Radfahrerinnen und Radfahrer, Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Anrainerinnen und Anrainer mit sich.
Gefahr durch schlechte Sicht
Ebendieser Schleichweg zog sich in der jüngsten Bezirksvertretungssitzung in der Leopoldstadt wie ein roter Faden durch einen Antrag der Grünen. Darin wurde eine Umdrehung der Einbahn in der Fugbachgasse im Abschnitt zwischen der Heinestraße und der Mühlfeldgasse gefordert. Aktuell ist die Fugbachgasse in diesem Abschnitt eine Einbahn in Richtung Süden. Laut dem Antrag ermöglicht diese Einbahnregelung den eingangs beschriebenen Schleichweg, der einige große Nachteile mit sich bringt.
Konkret werden in dem Antrag gleich mehrere Problempunkte angeführt. Beim Einbiegen von der Mühlfeldgasse in die Fugbachgasse würden "manche Autofahrer die Kurve schneiden und Radfahrer gefährden, die am Radstreifen aus der Fugbachgasse in Richtung Norden fahren".
- Die Umdrehung der Einbahnregelung soll die Nutzung des Schleichweges verhindern.
- Foto: Matthias Pandrea/Mein Bezirk
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Auch die Überquerung der Heinestraße sei heikel: "Bei der Überquerung der Heinestraße ist die Sicht nicht gut, weswegen es in den letzten Jahren dort schon zu einigen Unfällen gekommen ist." Die Route führt danach am Schulvorplatz der Volksschule Novaragasse in der Blumauergasse vorbei. Zusätzlich sei der Radstreifen gegen die Einbahn in der Blumauergasse "ziemlich schmal". Begegnungen mit breiten Autos würden daher "oft unangenehm" ausfallen.
Prüfungen laufen an
Nicht zuletzt geht es auch um die Lebensqualität der Anrainer. Ein Schleichweg erzeuge "eine unnötige Lärmbelästigung", vor allem wenn Autolenkerinnen und Autolenker das Tempo erhöhen, um noch die grüne Ampel an der Kreuzung Taborstraße/Blumauergasse zu erwischen. Die Schlussfolgerung des Antrags ist klar: "Durch die Umdrehung der Einbahn in der Fugbachgasse könnten all diese negativen Auswirkungen des Schleichwegs unterbunden werden." Der Antrag wurde einstimmig der Verkehrskommission zugewiesen.
Wie es mit der Fugbachgasse weitergehen wird, ist offen. Die zuständige MA 46 – Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten teilt mit: "Derzeit wird ein diesbezügliches verkehrsbehördliches Ermittlungsverfahren durchgeführt." Außerdem prüfe die Polizei derzeit die Verkehrssicherheit. Eine Stellungnahme "zur Einschätzung der Verkehrslage im Bereich Fugbachgasse/Heinestraße ist derzeit in Bearbeitung“ und werde anschließend an die zuständige Verkehrskommission Leopoldstadt übermittelt.
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